Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fachkräftemangel: Instrumente der Personalgewinnung

23.06.2008
Der in Deutschland herrschende Fachkräftemangel entwickelt sich zunehmend zur zentralen Herausforderung für Unternehmen. Dies bestätigt die aktuelle Studie des Fraunhofer IAO, die Strategien und Instrumente zur Personalgewinnung im Umfeld technischer Unternehmen untersucht.

Der zunehmende Mangel an qualifizierten Fachkräften entwickelt sich für Deutschland zu einer ernsthaften Wachstums- und Innovationsbremse. Allein 2008 fehlen in Deutschland ca. 95 000 Ingenieure, so schätzt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln).

Das gekippte Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage prägt vor allem das Segment der hoch qualifizierten technischen Tätigkeiten, in dem es heute mehr Jobs als Kandidaten gibt. Für die Unternehmen ergibt sich hieraus die Notwendigkeit, ihre Personalgewinnungsstrategien zu überdenken.

Vor diesem Hintergrund haben Forscher des Fraunhofer IAO in einer aktuellen Studie untersucht, welche Instrumente und Vorgehensweisen in technisch orientierten Unternehmen zur Personalgewinnung eingesetzt werden und wie erfolgreich diese aus Sicht der Unternehmensvertreter sind. In einem zweistufigen Untersuchungsdesign wurden zunächst Experteninterviews geführt, deren Ergebnisse Grundlage der anschließenden schriftlichen Befragung von Personalverantwortlichen war.

Die überdurchschnittlich gute Rücklaufquote von knapp 20 Prozent (243 aus einer Stichprobe von 1300) kann als Beleg für die Brisanz der Thematik im Alltag der Unternehmensvertreter gewertet werden.

Diese Vermutung untermauern auch die Studienergebnisse, die den Mangel an Fachkräften, allen voran an Ingenieuren und Technikern, bestätigen. Die dauerhafte personelle Unterbesetzung führt nach Einschätzung der Befragten zu einer Überlastung des bestehenden Personals und infolge dessen zu Problemen bei der Leistungsqualität und Auftragsbearbeitung.

Was den Einsatz und die Bewertung von Rekrutierungsmaßnahmen anbelangt, zeigt die Untersuchung, dass die eingesetzten Instrumente nicht zwingend die am Erfolg versprechendsten sind. Grundsätzlich bewerten die Befragten Instrumente, die auf eine persönliche Ansprache und Kommunikation zwischen Unternehmen und Bewerbern abzielen, als besonders Erfolg versprechend. Auch die Tatsache, dass die Human-Ressource-Bereiche über mangelnde finanzielle und personelle Ressourcen klagen, deutet darauf hin, dass das Potenzial einer systematischen Personalgewinnung oftmals nicht ausgeschöpft wird.

Die Studie "Fachkräftemangel und Instrumente der Personalgewinnung - Kurzstudie im Umfeld technischer Unternehmen" kann ab sofort im Internet über den IAO-Shop für 29,90 € bestellt werden.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Bernd Bienzeisler
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2088, Fax +49 711 970-2299
bernd.bienzeisler@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Fachkraftmangel Personalgewinnung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics