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Gehör der Deutschen wird auf die Probe gestellt

04.06.2008
An der Hochschule Aalen läuft derzeit eine großangelegte Studie, die klären soll, wie es um die Hörfähigkeit der Deutschen bestellt ist. Der Hörtest ist bundesweit einzigartig. Startschuss war im vergangenen Herbst.

Nun haben umfangreiche Messungen in Aalen begonnen, zu denen jeder zehnte Einwohner der Stadt eingeladen wird. In den kommenden zweieinhalb Jahren werden Prof. Dr. Eckard Hoffmann und sein Team aus jeder Altersgruppe von fünf bis etwa 85 Jahren je 100 männliche und 100 weibliche Probanden untersuchen.

Wie hört Deutschland? heißt die großangelegte Studie der Hochschule Aalen, die klären soll, wie es um die Hörfähigkeit der Deutschen bestellt ist. Zum Hörtest wurden in den vergangenen Tagen viele Aalener eingeladen. Jeden Tag strömen nun interessierte Testpersonen zum Audiotruck in der Gartenstraße.

Der Hörtest ist bundesweit einzigartig. Startschuss war im vergangenen Herbst. Nun haben die umfangreichen Messungen in Aalen begonnen, zu denen jeder zehnte Einwohner der Stadt eingeladen ist. Auch heute Morgen kamen die ersten bereits um 9 Uhr zum Hörtest, der Andrang reißt oft bis 19 Uhr nicht ab, sodass das Team um Professor Dr. Eckard Hoffmann (Studiengang Augenoptik und Hörakustik) einen Hörtest nach dem anderen absolviert. "Viele Leute kamen bereits mit dem Verdacht auf Hörprobleme", erzählt der Professor. Ganz wichtig ist Hoffmann jedoch: "Es sollten alle kommen, die eine Einladung von uns erhalten haben, denn wir wollen ja erfahren, wie Deutschland wirklich hört." Immerhin sei es doch auch schön, wenn Leute wie eine 70jährige Aalenerin, die zum Test gekommen war, erfahre, dass sie besser höre als der Durchschnitt aller bislang getesteten Personen. "Wir freuen uns, wenn die Leute uns mit einem Strahlen verlassen", schmunzelt Hoffmann.

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Ein eigens konstruierter und mit hochwertiger, modernster medizinischer Ausrüstung bestückter Audio-Lastzug ermöglicht die Hörtests unter optimalen Messbedingungen. Die Angaben, auf die man bislang zurückgreifen konnte, sind veraltet. Es gibt in Deutschland zudem keine Studie, wie sich die Hörfähigkeit über alle Altersgruppen entwickelt. Wie Deutschland tatsächlich hört, vom Kleinkind bis zum Senior, darüber gebe es keine verlässlichen Daten. Das will Hoffmann mit seinen Studenten nun ändern.

Info: In den kommenden zweieinhalb Jahren werden Hoffmann und sein Team aus jeder Altersgruppe von fünf bis etwa 85 Jahren je 100 männliche und 100 weibliche Probanden untersuchen. Finanziert und unterstützt wird das Forschungsvorhaben der Hochschule Aalen von der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen (Bundeswehr. Die Messungen in Aalen haben am 19. Mai begonnen und enden am 13. Juni.

Monika Theiss | idw
Weitere Informationen:
http://www.htw-aalen.de
http://www.wiehoertdeutschland.de

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