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Fremdsprachenlernen kinderleicht - Forschungsprojekt FLIC erfolgreich abgeschlossen

02.06.2008
Die Hirnforschung eröffnet neue pädagogische Möglichkeiten wirksamer Lernförderung im Bereich der Fremdsprachen.

Wer wünscht sich dies nicht - Fremdsprachen schnell, leicht und erfolgreich zu erlernen? Bereits im Jahre 2003 begannen nicht weniger als 11 Forschungspartner aus sieben Ländern Europas mit der Entwicklung eines hierauf zielenden innovativen Fremdsprachenlernsystems.

Nach rund drei Jahren wiesen die Forscher nach, dass das "FLIC-Projekt" tatsächlich neuartig - und erfolgreich war. Neben messbaren deutlichen Lernfortschritten konnten sogar plastische neuronale Veränderungen in der Verarbeitung von Sprache im Gehirn der Trainierenden nachgewiesen werden.

FLIC steht für "Foreign Language Acquisition with the Instinct of a Child". Das wirklich besondere daran: Die Lernenden üben nicht klassisch Grammatikregeln, Aussprache und Wortschatz im klassischen Wege. Vielmehr bietet FLIC auf neuester Hirnforschung basierende Trainingswege, die spielerisch und intuitiv zum gewünschten Lernerfolg hinführen.

Nachdem die Wirksamkeitsstudien in 2006/2007 abgeschlossen waren, steht nunmehr seit Juni 2008 das erste FLIC-Trainingsmodul auch einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Beginnend mit den Zielsprachen Deutsch und Englisch können Interessierte weltweit erste Erfahrungen mit dieser neuartigen Form des Fremdsprachenerwerbs sammeln; weitere Sprachen sind geplant.

Wie genau trainiert der FLIC-Anwender in der Zukunft? Anders als herkömmliche Verfahren beginnt FLIC mit dem Sprachaufbau bereits auf der Lautebene unter Nutzung neuronaler Verknüpfungstechniken. Sind die Einzellaute der Fremdsprache sicher verankert, entstehen Wortbilder und auch Satzstrukturen Schritt für Schritt fast automatisch. Das Besondere: Der Trainierende hört seine Stimme unmittelbar gleichzeitig mit einer perfekten Modellvorgabe. So erkennt das Gehirn automatisch Abweichungen und korrigiert diese sofort.

Auf diese Weise werden Hürden für Spracherwerb und Aussprache abgebaut; FLIC trägt damit der gesellschaftlichen Anforderung, immer mehr Sprachen in immer kürzerer Zeit zu erlernen, deutlich Rechnung.

Alexander Bach | idw
Weitere Informationen:
http://www.meditech.de

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