Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kinder bleiben im Web 2.0 lieber unter sich

21.05.2008
Eltern müssen Kinder auf Gefahren aufmerksam machen

Kinder bleiben im Web 2.0 lieber unter sich und pflegen Freundschaften aus der realen Welt, statt Kontakt zu unbekannten Usern aufzunehmen. Zwar laden die Kinder eigene Bilder und Videos hoch, gestalten persönliche Homepages und eröffnen Chats. Dies geschieht allerdings vorzugsweise innerhalb eines geschützten Raumes, den nur gute Freunde betreten dürfen. Erst mit zunehmendem Alter steigt das Interesse an neuen Bekanntschaften im Web. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die das Marktforschungsinstitut iconkids & youth im Auftrag des TV-Senders SUPER RTL durchgeführt hat. Demnach wägen die meisten der jungen User zudem sehr genau ab, welche Informationen sie im Internet über sich preisgeben. Einen unreflektierten Umgang mit Medien könne man ihnen deshalb nicht unterstellen, folgert die Studie.

Wenig interessiert geben sich Kinder und Jugendliche laut der repräsentativen Untersuchung auch gegenüber Blogs und virtuellen Welten à la Second Life. Lieber schauen sie sich Videoclips an. Während sich die Mädchen dabei vornehmlich für solche Beiträge begeistern können, die prominente Celebritys zum Inhalt haben, stehen bei den Jungen Pannenvideos hoch im Kurs. Sowohl Jungen als auch Mädchen sind aber grundsätzlich wenig daran interessiert, sich selbst abzubilden. Ausschlaggebender Grund in diesem Zusammenhang ist die Furcht vor der eigenen Blamage, stellt die Studie fest.

Erst im vergangenen Monat hatte eine Studie der US-amerikanischen Universität New Hampshire in Durham darauf hingewiesen, dass Kinder sich der im Netz lauernden Gefahren nicht ausreichend bewusst seien (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080405002 ). Viel zu unkritisch gingen sie mit in Foren, Communitys und Chat-Rooms gemachten Bekanntschaften um, lautete damals die Kritik der Forscher. Verantwortlich hierfür sei der Studie zufolge vor allem das mangelnde Gefahrenbewusstsein auf Seiten der Eltern. Diese würden die für ihre Kinder im Internet bestehenden Gefahren vollkommen falsch einschätzen. Die betroffenen Teenager, die Mehrzahl davon Mädchen, würden häufig einfach glauben, dass sich ihre neu gewonnenen Online-Freunde in sie verliebt hätten oder es sich um einen ganz normalen Flirt handle.

"Die Nutzung des Internets ist auch für Kinder zeitgemäß. Wichtig ist dabei allerdings, dass sie von ihren Eltern auf die im Web lauernden Gefahren aufmerksam gemacht werden", erklärt Udo Weber, Diplompsychologe von der Beratungsstelle Phoenix der Arbeiterwohlfahrt des Saarlandes http://www.awo-saarland.de , auf Anfrage von pressetext. Das Internet sei eine Datenautobahn, auf der man nicht ohne Führerschein fahren könne. "Viele Kinder gehen ins Netz, um ihre Internet-Clique zu treffen. Die Praxis zeigt, dass diese großteils der Schulclique entspricht", schildert Weber. Problematisch sei es aber insbesondere dann, wenn über Schulfreunde neue Kontakte geknüpft werden. "In solchen Fällen fehlt leider oft das gesunde Misstrauen", stellt Weber abschließend fest.

Markus Steiner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.iconkids.com
http://www.unh.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie