Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wachstumsmärkte setzen auf Normierung

14.05.2008
Deloitte-Studie "Innovation in emerging markets 2008" zeigt steigende Bedeutung von hohen Sicherheits-, Umwelt- und Sozialstandards bei Unternehmen in Schwellenländern

Hohe Sicherheits-, Umwelt- und Sozialstandards erweisen sich als elementar für die Zukunft von Unternehmen aufstrebender Märkte. Die Mehrzahl potenzieller Partner aus den Industrieländern präferieren Outsourcing-Firmen mit ausreichenden Standards. Hersteller der Wachstumsmärkte verstärken hier ihre Bemühungen.

Die damit verbundenen Mehrkosten können aber nur durch Preiserhöhungen aufgefangen werden. Jedoch bieten sich auch Chancen: Mit überdurchschnittlichen Sicherheits-, Umwelt- und Sozialstandards können sie ihre Wettbewerbsposition entscheidend verbessern. Das zeigt die jährliche weltweite Deloitte-Studie "Innovations in Emerging Markets", die Antworten von über 650 Unternehmenslenker aus Schwellen- sowie Industrieländern auswertet.

"Aufgrund der Rückrufaktionen der letzten Zeit stehen die Hersteller unter Druck, die vermehrt in Schwellenländer ausgelagert haben.", erklärt Dr. Hans-Rudolf Röhm, Geschäftsführender Partner und Industry Leader Manufactoring von Deloitte. "Erfolgreiche Unternehmen vermeiden die Risiken dennoch nicht, die Outsourcing mit sich bringt. Sie versuchen, die Risiken zu verstehen und zu beherrschen."

Ungebrochener Outsourcing-Trend trotz großer Bedenken Drei Viertel der Befragten aus den Industrieländern verstärkten in den letzten drei Jahren die Auslagerung in Schwellenländer - bei Komponenten- und Teilezulieferer steht China mit 66 Prozent an vorderster Stelle, gefolgt von Mexico und Zentralamerika mit 36 Prozent. Zentral- und Osteuropa landet mit nur einem Viertel auf den hinteren Plätzen.

Obwohl sich die Unternehmer des hohen Risikos bewusst sind, wollen sie weiterhin von den Vorteilen von Importen profitieren. Ein Drittel der Befragten verzeichnete dabei gute Erfahrungen mit Auslagerungen.

Mehrausgaben lohnen sich

Vermehrte Audits, regelmäßige Kontrollen sowie bessere Umwelt- und Arbeitsbedingungen kosten Geld. 41 Prozent der Verantwortungsträger in den Industrieländern fürchten deshalb einen Kostenanstieg. In den Schwellenländern erwarten dies 59 Prozent. Von diesen Investitionen profitieren allerdings alle Beteiligten: Den Unternehmen der Schwellenländer bietet sich dadurch ein Wettbewerbsvorteil mit Marktanteilschancen und Unternehmenswertsteigerungen.

Die Abnehmerunternehmen schätzen wirksame Systeme und wählen ihre Partner in den Schwellenländern hauptsächlich danach aus. So suchen fast 60 Prozent der Befragten mögliche Zulieferer vor allem in aufstrebenden Märkten mit nachweislich strengeren Standards. 44 Prozent gaben an, besonders auf die Arbeitsbedingungen und die Managementleistung ihrer Zulieferer zu achten, die sie regelmäßig vor Ort überprüfen.

"Standards müssen etabliert und auch eingehalten werden. Die Überwachung dieser Einhaltung ist eine enorme Herausforderung, besonders wenn es um Unternehmen mit vielen Zweigstellen geht. Sicherheits-, Umwelt- und Sozialnormierungen bedürfen der Überwachung, nur dann kann ein fairer Wettbewerb als auch das Vertrauen der Konsumenten gewährleistet werden", kommentiert Dr. Röhm.

Die komplette Studie finden Sie unter http://www.deloitte.com/dtt/research/0,1002,cid%253D206039,00.html

zum Download.

Deloitte Deutschland

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Das breite Leistungsspektrum umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit 4.000 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen betreut Deloitte seit mehr als 100 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit rund 150.000 Mitarbeitern in über 140 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, dessen Mitgliedsunternehmen einschließlich der mit diesen verbundenen Gesellschaften. Als Verein schweizerischen Rechts haften weder Deloitte Touche Tohmatsu als Verein noch dessen Mitgliedsunternehmen für das Handeln oder Unterlassen des/der jeweils anderen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig, auch wenn es unter dem Namen "Deloitte", "Deloitte & Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen Namen auftritt. Leistungen werden jeweils durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen, nicht jedoch durch den Verein Deloitte Touche Tohmatsu erbracht. Copyright © 2008 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Isabel Milojevic | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de

Weitere Berichte zu: Industrieland Schwellenland Wachstumsmarkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften