Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unternehmen machen es Online-Bewerbern immer noch schwer

01.07.2002


Nur 61 % der DAX- und MDAX-Unternehmen ermöglichen Stellensuchenden Online-Bewerbungen

Stellenausschreibungen allein genügen nicht. Nur mit umfassendem Personalmarketing können sich Unternehmen im "war for talents" unterscheiden und bei ihren Wunsch-Bewerbern attraktiv machen. Doch bei deutschen Unternehmen ist das e-Recruiting noch ein Stiefkind, wie eine aktuelle Untersuchung der Leonhardt Multimedia GmbH bei den beispielhaft ausgewählten 30 DAX und 70 MDAX-Unternehmen zeigt. Nur wenige Firmen erreichen ihre Bewerber-Zielgruppen über ihre Corporate-Websites.

Immerhin schaffen es schon 85 % der im DAX und MDAX gelisteten Unternehmen, ihre firmeneigenen Jobangebote auf der Startseite des Web-Angebots zu verlinken. Ist der Jobsuchende erst einmal dort, werden die Mängel auch bei Websites von Weltunternehmen deutlich: Nur knapp zwei Drittel (61 %) ermöglichen den Stellensuchenden eine direkte Online-Bewerbung. Hinweise zum Bewerbungsverfahren oder FAQs halten sogar nur ein Drittel (33 %) für nötig.

Dürftig gehalten sind ebenfalls Fakten zur Karriere. Nur die Hälfte (54 %) der Recruiting-Angebote informiert über Aufstiegs und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen. Aktuelle Daten oder einen Kalender zu Recruiting-Events finden Stellensuchende sogar nur auf 41 % der untersuchten Seiten. Für den Multimedia-Experten Roland Leonhardt sind diese Defizite unverständlich: "Gerade in Zeiten enger Budgets müssen die Unternehmen das Internet als effizienten Kanal für das Bewerbermarketing nutzen. Wer sich, wie Jobsuchende, aus eigenen Stücken durch eine Firmen-Site klickt, zeigt schon großes Interesse an einem möglichen Arbeitgeber. Wenn sich ein Unternehmen hier lediglich auf trockene Stellenausschreibungen beschränkt, riskiert es wichtige Sympathie-Punkte. Damit geht dem Unternehmen möglicherweise ein exzellenter Mitarbeiter verloren, denn im ,war for talents’ spielen Image-Faktoren eine wichtige Rolle für die Entscheidung eines Jobsuchenden für den neuen Arbeitgeber."

Ergebnis der Untersuchung von 30 DAX- und 70 MDAX-Unternehmen:

Frage 1: Gibt es auf der Startseite einen Link zu Jobangeboten?
Ja 85 %
Nein 15 %

Frage 2: Besteht die Möglichkeit zur direkten Online-Bewerbung?
Ja 61 %
Nein 39 %

Frage 3: Gibt es allgemeine Hinweise zum Bewerbungsverfahren (FAQ)?
Ja 33 %
Nein 67 %

Frage 4: Gibt es einen Kalender mit den Daten von Recruiting-Events?
Ja 41 %
Nein 59 %

Frage 5: Gibt es Informationen zu Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten?
Ja 54 %
Nein 46 %

Margarete Hucht | ots

Weitere Berichte zu: Bewerbungsverfahren DAX MDAX-Unternehmen Online-Bewerbung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie