Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT-Outsourcing erhöht die Effizienz der Produktionsprozesse im Unternehmen

08.05.2008
Unternehmen, die Dienstleistungen für Informationstechnologien (IT) an externe Anbieter auslagern (IT-Outsourcing), produzieren insgesamt effizienter als Unternehmen, die IT-Dienstleistungen aus eigener Hand erbringen. Darüber hinaus sind Beschäftigte, die ihre Arbeit hauptsächlich an einem Computerarbeitsplatz erledigen, in Unternehmen mit IT-Outsourcing merklich produktiver. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

In Deutschland lagert inzwischen ein erheblicher Teil der Unternehmen die Erbringung von IT-Dienstleistungen an externe Anbieter aus. Vor diesem Hintergrund untersucht die ZEW-Studie inwiefern IT-Outsourcing Einfluss auf die Arbeitsproduktivität der auslagernden Unternehmen hat.

Ausgewertet hat die Studie dafür eine Befragung von über 2.000 deutschen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes sowie des Dienstleistungssektors mit mindestens fünf Beschäftigten aus dem Jahr 2004. Die befragten Unternehmen wurden zunächst in zwei Gruppen unterteilt, je nachdem ob sie die IT-Dienstleistungen in eigener Hand behalten oder von externen Anbietern erbringen lassen.

Um eine Vergleichbarkeit der Unternehmen beider Gruppen sicherzustellen, bezieht die Untersuchung nur grundlegende IT-Dienstleistungen ein, die in fast allen Unternehmen von Relevanz sind, wie beispielsweise die Installation von Hardware und Software, die Systembetreuung oder Ähnliches. Speziellere IT-Dienstleistungen wie etwa die Softwareprogrammierung bleiben dagegen unberücksichtigt, da sie für einen Großteil der Unternehmen nicht relevant sind. Daran anschließend wurden die unterschiedlichen Auswirkungen von Inputfaktoren auf die Arbeitsproduktivität (gemessen anhand der Wertschöpfung pro Mitarbeiter) für beide Unternehmensgruppen getrennt betrachtet.

Der Vergleich zeigt, dass Unternehmen, die die Betreuung ihrer IT an externe Firmen ausgelagert haben, effizientere Produktionsprozesse aufweisen als die Unternehmen der Vergleichsgruppe. Darüber hinaus kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Mitarbeiter, die den überwiegenden Teil ihrer Arbeit an einem Computerarbeitsplatz erledigen, in Unternehmen, die IT-Dienstleistungen auslagern, deutlich produktiver sind als ihre Kollegen in nichtauslagernden Firmen. "Entgegen der landläufigen Meinung, IT-Outsourcing habe keine oder gar negative Auswirkungen auf die auslagernden Unternehmen, zeigen die Ergebnisse der Studie deutlich, dass IT-Outsourcing durchaus positive Produktivitätseffekte hat", sagt ZEW-Experte Jörg Ohnemus.

Ansprechpartner:
Jörg Ohnemus, Telefon 0621/1235-354, E-Mail ohnemus@zew.de

Gunter Grittmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de
http://www.zew.de/publikation4191

Weitere Berichte zu: IT-Dienstleistung IT-Outsourcing

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Dialysepatienten besser vor Lungenentzündung schützen
17.01.2018 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Neue Studie der Uni Halle: Wie der Klimawandel das Pflanzenwachstum verändert
12.01.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics