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Konzern-Manager bei den Deutschen ganz unten - Nur neun Prozent vertrauen Konzernlenkern

07.05.2008
Die Manager von Großkonzernen rangieren im Ansehen der Deutschen ganz unten.

Eine stern-Umfrage des Berliner Forsa-Instituts über das Vertrauen der Bundesbürger in gesellschaftliche Institutionen ergab, dass nur noch neun Prozent ungebrochenes Vertrauen in die Konzernlenker haben.

Damit nehmen sie unter 29 Institutionen den letzten Platz ein, noch hinter dem Zentralrat der Muslime, dem 14 Prozent Vertrauen bekunden, und den politischen Parteien, die auf 16 Prozent kommen. Dieses Ergebnis steht im schroffen Kontrast zur Sympathie der Deutschen für den eigenen Arbeitgeber, dem 68 Prozent großes Vertrauen bekunden.

Dabei handelt es überwiegend um kleine und mittlere Firmen. Die Debatten um Millionen-Gehälter für Konzernmanager, Rekordabfindungen für versagende Wirtschaftsführer, den Steuerfluchtskandal von Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel und die Siemens-Korruptionsaffäre haben damit im Bewusstsein der Deutschen tiefe Spuren hinterlassen.

An der Spitze der Vertrauensskala stehen die Polizei und die Ärzte, denen 78 beziehungsweise 75 Prozent der Deutschen großes Vertrauen aussprechen. An dritter Stelle folgt der Bundespräsident mit 72 Prozent. Er ist unter den politischen Instanzen mit weitem Abstand Spitzenreiter. Die Bundesregierung kommt nur auf 39 Prozent, der Bundestag auf 35. Bei den Medien zeigen sich erhebliche Unterschiede: Während 57 Prozent vorbehaltloses Vertrauen in den Hörfunk bekunden, kommt die gedruckte Presse auf 41 Prozent, das Fernsehen sogar bloß auf 29. Die evangelische Kirche genießt bei 44 Prozent der Deutschen großes Vertrauen, die katholische dagegen lediglich bei 27.

Das Forsa-Institut hatte im April im Auftrag des stern 1004 Bundesbürger repräsentativ befragt.

stern-Büro Berlin | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.stern.de

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