Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Lust am Leben in der Stadt

23.04.2008
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung veröffentlicht Umfrage zu den Wohn- und Lebensbedingungen in Deutschland

Die Stimmung in Deutschland hat sich im Jahr 2007 stark verbessert: Fast zwei Drittel der Deutschen sind zufrieden mit ihrem Leben. Speziell in den Großstädten wächst die Lust daran. Auch die Zufriedenheit mit den städtischen Angeboten ist höher, je größer die Stadt ist. Das geht aus der jährlichen repräsentativen Bevölkerungsumfrage des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) hervor, deren Ergebnisse die Behörde als Sonderveröffentlichung "Leben in deutschen Städten" veröffentlicht hat.

Die BBR-Umfrage findet seit 1990 in den neuen wie alten Bundesländern statt. Ein gleich bleibender Fragenkatalog sichert den langfristigen Vergleich der Umfrageergebnisse. Die Sonderveröffentlichung enthält Befunde zu 20 ausgewählten Themen - etwa Einschätzungen der Deutschen zu den Lebensbedingungen in ihrer Stadt, zur Qualität des eigenen Wohnumfelds und oder zum Alltag in ihrem Wohngebiet.

Stadtgesellschaft in Bewegung

... mehr zu:
»Stadtentwicklung

Deutschland ist eine mobile Gesellschaft - in Großstädten zieht jährlich etwa jeder achte Haushalt um. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, noch keine zehn Jahre in ihrer derzeitigen Wohnung zu leben. 32 % der Befragten führen für einen beabsichtigten Umzug berufliche Gründe an, die damit zum wichtigsten Wanderungsmotiv werden. Die ökonomischen Flexibilitäts- und Mobilitätsanforderungen tragen also wesentlich zur räumlichen Mobilität bei.

Zunehmende Integrationsbereitschaft

Ein Blick in die Nachbarschaft belegt, dass Deutschland seit langem ein Einwanderungsland ist. In großstädtischen Wohngebieten geben im Herbst 2007 nur 12 % der Westdeutschen und 32 % der Ostdeutschen an, dass in ihrer Nachbarschaft keine Ausländer vertreten sind. 1990 waren dies noch 38 bzw. 80 % der in Großstädten Befragten. Zugleich hat die Integrationsbereitschaft stetig zugenommen: Fanden 1990 nur 34 % der ostdeutschen und 42 % der westdeutschen Großstadtbevölkerung ein Zusammenleben von Ausländern und Deutschen gut, sind es inzwischen 57 bzw. 76 %.

Modernisierungsaufwendungen zeigen Wirkung

Die Befragten nehmen die städtebaulichen Investitionen besonders in den Großstädten deutlich wahr. Während in ostdeutschen Großstädten 83 % ihrem Wohngebiet einen guten bzw. sehr guten Zustand attestieren, sind es in westdeutschen immerhin 75 %. Entsprechend berichten 63 % der ostdeutschen, aber nur 26 % der westdeutschen Großstädter von Umgestaltungs- bzw. Verbesserungsmaßnahmen während der letzen Jahre. Weniger gut sieht es in ostdeutschen Mittel- und Kleinstädten außerhalb der Stadtregionen aus, die nach wie vor unter einer starken Abwanderung von Erwerbsfähigen leiden.

Diese wenigen Befunde können nur einen kleinen Einblick in die Fülle der vorgelegten Ergebnisse und Analysen bieten, welche die Sonderveröffentlichung enthält.

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.): Leben in deutschen Städten,
Bonn 2008; ISBN 978-3-87994-008-0
Preis: 10,00 Euro
zu beziehen bei: Selbstverlag des BBR: selbstverlag@bbr.bund.de oder im Buchhandel

Für Rezensionsanfragen wenden Sie sich bitte an Christian Schlag, Referat I7 - Wissenschaftliche Dienste, Tel: +49(0)22899.401-1484, christian.schlag@bbr.bund.de

Für Rückfragen zum Buch: Dr. Gabriele Sturm, Referat I 6 - Stadt- und Raumbeobachtung, Tel: +49(0)22899.401-1360, gabriele.sturm@bbr.bund.de

Weitere Informationen zur Publikation gibt es auf der Website des BBR:
http://www.bbr.bund.de//DE/Veroeffentlichungen/Sonderveroeffentlichungen/2008/LebenStaedte.html

Die jährliche BBR-Umfrage nach den Wohn- und Lebensbedingungen ist Teil des Raum- und Stadtbeobachtungssystems des BBR. Weitere Informationen bietet dazu die Internet-Plattform http://www.raumbeobachtung.de.

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Der wissenschaftliche Bereich des BBR unterstützt die Bundesregierung fachlich bei Aufgaben der Raumentwicklung, der Stadtentwicklung, des Wohnungswesens und bei Grundsatzfragen des Bauwesens.

Christian Schlag | idw
Weitere Informationen:
http://www.raumbeobachtung.de
http://www.bbr.bund.de//DE/Veroeffentlichungen/Sonderveroeffentlichungen/2008/LebenStaedte.html

Weitere Berichte zu: Stadtentwicklung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Autonomes Fahren wirft viele Fragen auf

20.09.2017 | Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neuer Ansatz: Nierenschädigungen therapieren, bevor Symptome auftreten

20.09.2017 | Medizin Gesundheit

Autonomes Fahren wirft viele Fragen auf

20.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten