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Bildungsgrad beeinflusst E-Mail-Nutzung

21.04.2008
Digitale Kluft in Deutschland besonders groß

Das Bildungsniveau hat einen starken Einfluss auf die Nutzung von E-Mails. Aktuelle Erhebungen des Branchenverbandes BITKOM belegen erneut, dass die digitale Kluft in Deutschland besonders groß ist. Nur 30 Prozent der Bürger mit Hauptschulabschluss verschicken täglich Mails, während 67 Prozent der Deutschen mit Abitur davon Gebrauch machen. Bei Personen mit Realschulabschluss liegt die Quote bei 46 Prozent. Schichten mit geringerem Bildungsniveau verfügen deutlich seltener über einen Internetanschluss im eigenen Haushalt.

Die digitale Kluft zeigt sich in Deutschland aber nicht nur am Beispiel der E-Mail-Nutzung. "Auch bei der Versorgung mit schnellem Breitband-Internet gibt es eine Kluft - nämlich zwischen Stadt und Land. Noch immer rechnet sich in einigen kleineren Kommunen eine Internet-Versorgung per DSL oder TV-Kabel nicht", erklärt Christian Spahr, Pressesprecher Telekommunikation und Recht beim BITKOM, gegenüber pressetext. Der BITKOM setze sich dafür ein, dass betroffene Gemeinden künftig per Funk mit Breitband versorgt würden, wenn nicht mehr benötigte TV-Frequenzen dafür frei gemacht werden.

Laut BITKOM sind die Hersteller in der IT-Branche daran interessiert, verstärkt günstige und einfach ausgestatte Geräte auf den Markt zu bringen. "So können sich die finanzschwachen Bevölkerungsgruppen die Welt des Internets besser erschließen", meint BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Darüber hinaus sei die Politik dazu angehalten, Maßnahmen zu ergreifen. Die IT-Ausstattung in den deutschen Schulen sei derzeit so schlecht wie kaum irgendwo in Europa. IT sollte laut Scheer ebenfalls so selbstverständlich in den Bildungsauftrag integriert werden wie Lesen und Schreiben. "Informatik sollte ein Pflichtfach sein und neue Medien sollten im gesamten Fächerkanon als Lehr- und Lerninstrument standardmäßig Einsatz finden."

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Die private Nutzung von E-Mails hängt neben dem Bildungsniveau aber auch vom Alter ab. So nutzen in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen täglich fast drei Viertel E-Mails für die private Kommunikation. Bei den 45- bis 59-Jährigen ist es knapp die Hälfte und bei den über 60-Jährigen liegt die E-Mail-Nutzung bei nur noch einem Viertel. Auch in Hinblick auf die Geschlechter gibt es nach wie vor Unterschiede. Während 59 Prozent der Männer täglich Mails verschicken, sind es bei den Frauen nur 43 Prozent.

Claudia Zettel | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.bitkom.org

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