Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ökostudie von Computer-Arbeitsplätzen zeigt: Abspecken beim Rechner-Kauf schont Klima und Umwelt

15.04.2008
Steht ein Rechner-Kauf an, beeinflussen viele Aspekte die Kaufentscheidung. Stimmen Preis und Ausstattung werden ökologische Gesichtspunkte wie der Energieverbrauch der Geräte und deren Recyclingfähigkeit künftig verstärkt die Rechner-Wahl bestimmen. Bisher war der ökologische Fußabdruck von IT-Komponenten nur schwer und anhand isolierter Einzelaspekte bewertbar. Eine Ökostudie der Forscher von Fraunhofer UMSICHT legt nun die Umweltauswirkungen von PC- und Thin Client-Arbeitsplätzen über die gesamte Lebensphase der Geräte offen. Dabei haben die abgespeckten Thin Client Rechner die Nase vorn. Ihr Einsatz spart Energie und schont das Klima.

In Deutschland kommt mehr als jeder zweite Beschäftigte im täglichen Arbeitsleben nicht mehr ohne den Einsatz von Computern aus. Auch aus den Privathaushalten sind Rechner nicht mehr wegzudenken: In 73 Prozent der deutschen Haushalte steht ein Computer. Die immer intensivere Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien hinterlässt eine deutliche Spur an ökologischen Fußabdrücken. So ist der Energiebedarf von IT-Komponenten im laufenden Betrieb nennenswert und beträgt nach Schätzungen der Experten von Fraunhofer UMSICHT in Deutschland 3 % des gesamten Stromverbrauchs. Auch die schnell wachsende Abfallmenge aus der IT-Nutzung - verursacht durch immer kürzere Nutzungsdauern der Elektrogeräte - stellt ein wachsendes Problem dar.

Das wachsende Umweltbewusstsein in der Gesellschaft wird dazu führen, dass neben Preis und Ausstattung künftig die Energie- und Ökoeffizienz der Geräte in die Entscheidung privater wie gewerblicher Kunden beim Kauf von PC, Laptop oder Netzwerkgeräten eingehen. Doch anders als bei Kühlschrank, Geschirrspüler oder Waschmaschine gibt es für Rechner bisher keine Labels, anhand derer man den Stromverbrauch von Computern vergleichen könnte. Zudem sucht der Endverbraucher eine ganzheitliche ökologische Bewertung über die Lebensphasen Produktion, Nutzung sowie Recycling/Entsorgung der Rechner bisher vergeblich.

Diese Lücke schließt nun die Ökostudie des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die im Auftrag der IGEL Technology GmbH, einer Herstellerfirma von Thin Clients, erstellt wurde.

... mehr zu:
»Ökostudie

Die Studie steht kostenfrei zum Download bereit unter: http://it.umsicht.fraunhofer.de/TCecology/

Weitere Informationen:
http://it.umsicht.fraunhofer.de/TCecology/ - Studie "Ökologischer Vergleich der Klimarelevanz von PC und Thin Client Arbeitsplatzgeräten 2008" des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Dipl.-Chem. Iris Kumpmann | idw

Weitere Berichte zu: Ökostudie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie