Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FH-Umfrage bestätigt Trend zu erhöhter Doppelbelastung im Studium

11.04.2008
Nach einer aktuellen Umfrage der FH Flensburg unter den Studierenden zeichnet sich ein deutlicher Trend zu einer erhöhten Erwerbstätigkeit neben dem Studium ab."

Die FH selbst kann zur Verbesserung der Situation wenig beitragen. Solange sich die politischen Rahmenbedingungen nicht ändern, werden wir weiterhin mit überlangen Studienzeiten und hohen Abbrecherquoten zu kämpfen haben", erklärt Prorektor Prof. Dr. Andreas Weber.

Flensburg- Nach einer aktuellen Umfrage der FH Flensburg unter den Studierenden zeichnet sich ein deutlicher Trend zu einer erhöhten Erwerbstätigkeit neben dem Studium ab.

Die jetzt vorgelegten Zahlen der Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Wissenschaft und Arbeit (KOWA) aus Flensburg durchgeführt worden ist, belegen die verstärkte Doppelbelastung zwischen Studium und Arbeit.

... mehr zu:
»Erwerbstätigkeit

Danach können 58 % der befragten Studierenden nur mit einem zusätzlichen Nebenjob ihr Studium und ihren Lebensunterhalt bestreiten. 78% der Befragten arbeiten ganzjährig, d.h. sowohl im Semester als auch in den Semesterferien. Dabei arbeiten 40 % der befragten FH-Studierenden zwischen 15 und 30 Wochenstunden.

"Das sind alarmierende Zahlen, die uns große Sorge bereiten. Bei einer geforderten Studienbelastung (workload) von 1800 Stunden im Jahr im Bachelorstudium ist es nicht verwunderlich, dass die Regelstudienzeiten nicht eingehalten werden. Im Extremfall führt die Erwerbstätigkeit zum Studienabbruch. Dies wird auch durch eine HIS-Studie bestätigt, nach der als Hauptgrund für einen Studienabbruch finanzielle Schwierigkeiten angeführt werden ", so Prorektor Dr. Andreas Weber.

Nach der Untersuchung der KOWA sind die Formen der Erwerbstätigkeit sehr unterschiedlich. 36 % der Befragten beschreiben ihre Tätigkeit als "Aushilfs- oder Studentenjobs". Sie arbeiten unter anderem in Kneipen, Supermärkten oder als Bürohilfen.

"Viele Studierende versuchen aber auch aus der Not eine Tugend zu machen. Sie suchen sich Nebenjobs und Arbeitsbereiche, die in inhaltlicher Verbindung zu ihrem Studium stehen (= 44 %). Die FH selbst kann zur Verbesserung der Situation wenig beitragen. Solange sich die politischen Rahmenbedingungen nicht ändern, werden wir weiterhin mit überlangen Studienzeiten und hohen Abbrecherquoten zu kämpfen haben", erklärt Prorektor Prof. Dr. Andreas Weber abschließend.

Torsten Haase | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-flensburg.de

Weitere Berichte zu: Erwerbstätigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie