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Präeklampsie während Schwangerschaft erhöht Herzrisiko

09.04.2008
Gezielte Verbesserung der Ernährung könnte helfen

Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft an Präeklampsie erkranken, könnten in ihrem späteren Leben einem größeren kardiovaskulären Risiko ausgesetzt sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Cambridge.

Präeklampsie, eine relativ häufig auftretende Schwangerschaftskomplikation, oder Probleme mit der Plazenta können die Sauerstoffmenge verringern, die der Fötus erhält. Dadurch scheint das Wachstum verzögert und die kardiovaskulären, metabolischen und endokrinen Systeme geschädigt zu werden. Die Ergebnisse der Studie werden auf einer Versammlung der Society for Endocrinology der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Team um Dino Giussani konzentrierte sich auf Schwangerschaften in Höhenlagen, wo das Sauerstoffangebot eingeschränkt ist und führte Tests an trächtigen Tieren durch. Die Wissenschaftler beobachteten die Veränderungen beim Wachstum des Fötus und der weiteren Entwicklung. Sie nehmen an, dass vergleichbare Umstände ein Kind später einem Krankheitsrisiko aussetzen können. Das gelte vor allem für kardiovaskuläre Probleme. Giussani betonte, dass bereit bekannt sei, dass Veränderungen in der Ernährung der Mutter die Entwicklung des Fötus und die spätere Krankheitsanfälligkeit beeinflussen können.

Bisher gebe es aber relativ wenige Arbeiten, die sich mit den Auswirkungen von geringen Sauerstoffmengen beschäftigten. "Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass Veränderungen der Sauerstoffmenge tief greifende Auswirkungen auf die Entwicklung des Fötus haben können. Das gilt sowohl kurz- als auch langfristig. Die Ursprünge von Herzerkrankungen können in diesem Zeitraum gelegt werden."

Ihre Tests mit Tieren legen laut den Wissenschaftlern aber auch nahe, dass es möglich sein könnte, durch Sauerstoffmangel hervorgerufene Schädigungen wieder rückgängig zu machen. Mehr Vitamin C und E sowie Selen und Lycopin in der Ernährung der Mutter sollten helfen. Damit könnte laut Giussani die Entstehung einer Herzerkrankung bereits an ihrem Ursprung gestoppt werden. Zwei neue Studien haben laut BBC einen Zusammenhang zwischen Präeklampsie und dem mütterlichen Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung nachgewiesen. Es ist derzeit noch nicht erforscht, ob diese Krankheit selbst ein Risikofaktor ist oder ob jene, die während der Schwangerschaft daran erkranken, allgemein anfälliger sind.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cam.ac.uk
http://www.endocrinology.org

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