Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesichtszüge verraten sexuelle Absichten des Gegenübers

09.04.2008
Femininere Züge bei Männern suggerieren Treue und Bindungsfähigkeit

Dass Frauen eher stabile Partnerschaften anstreben, gilt als evolutionsbiologisch belegt. Dass sie aber auch an den Gesichtszügen der Bewerber ablesen können, wie es um deren Treue und ihre sexuellen Intentionen bestellt ist, haben jetzt britische Psychologen herausgefunden. Demnach stehen maskuline Gesichtszüge - kleine Augen, große Nasen und kantigere Züge - für ein eher unverbindliches Sexualverhalten. Dagegen seien weichere und femininere Züge Indizien für eine bessere Bindungsfähigkeit und somit für solche Männer, die für längere Bindungen taugen. Bei Frauen sei dies aber weniger einfach zu unterscheiden.

Psychologin und Studienleiterin Lynda Boothroyd von der Durham University legte 700 männlichen und weiblichen Testpersonen Fotos von Studenten vor, die zuvor einen Fragebogen über Sexualverhalten und ihre Meinung zu derzeitigen gesellschaftlichen Standpunkten beantwortet hatten. Anhand des Sociosexual Orientation Inventory (SOI) genannten Fragebogens konnten die Wissenschaftler ermitteln, welche Modelle eher an längeren Partnerschaften interessiert sind und wer zu unverbindlichen Beziehungen tendiert. Die Testpersonen bekamen sowohl echte Fotos der Studenten zu sehen, als auch solche, die mittels Computerprogramm mit zusätzlichen Gesichtskennzeichen versehen worden waren. Die Betrachter sollten dann angeben, welche Personen ihnen am Attraktivsten erscheinen und wie sie deren Sexualverhalten einschätzen.

Bei der Auswertung des Tests fanden die Forscher heraus, dass Frauen sich zumeist von femininer wirkenden Männern angezogen fühlten, die auch eine niedrigere Punktzahl im SOI erreicht hatten und somit als bindungsfähiger eingeschätzt wurden. Die männlichen Probanden hingegen fanden durchschnittlich Frauen mit hoher SOI-Punktzahl, die also offen für Kurzzeitbeziehungen sind, attraktiver. Bei der Einschätzung des Sexualverhaltens der fotografierten Studenten betrug die Trefferquote sowohl bei Männern, als auch bei den Frauen über 70 Prozent. Die Betrachter würden demnach in der Lage sein, Personen zu identifizieren, die an kurzfristigen oder langfristigen Partnerschaften interessiert seien. "Das zeigte auch, dass diese ersten Eindrücke dazu beitragen könnten, wie wir potenzielle Freunde oder Feinde einschätzen, wenn wir sie zum ersten Mal treffen", so Broothroyd weiter.

... mehr zu:
»Sexualverhalten

Ben Jones, Co-Autor der Studie von der University of Aberdeen, erklärte, dass es zwar schon bekannt gewesen sei, dass beispielsweise der Gesundheitszustand oder Charaktereigenschaften aus dem Gesicht ablesbar seien. "Diese Studie zeigt aber erstmals, dass Menschen für subtile Signale in Gesichtern empfänglich sind, die etwas über die romantischen Beziehungen aussagen", sagt Jones. Dennoch konnten sich die Forscher nicht eindeutig erklären, warum gerade diejenigen Frauen, die empfänglich für kurzlebige sexuelle Beziehungen sind, von den männlichen Betrachtern als attraktiver empfunden wurden.

Claudia Misch | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.dur.ac.uk
http://www.abdn.ac.uk

Weitere Berichte zu: Sexualverhalten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt
21.11.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie