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Entfernung von Knochenmark unterstützt Heilung bei Brüchen

07.04.2008
Kombination mit Hormonbehandlung für Erfolg entscheidend

Das Entfernen des Marks aus dem Inneren des Knochens kann den Heilungsprozess unterstützen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Yale University gekommen. Das Team um Agnes Vignery wies in Tests mit Ratten nach, dass sich die Tiere rascher erholten. An sich ist das Knochenmark reich an Stammzellen, die das Zusammenwachsen nach einem Bruch unterstützen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das neue Verfahren vor allem ältere Patienten vor großen Eingriffen wie dem Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks bewahren könnte. Details der Studie wurden in New Scientist http://www.newscientist.com veröffentlicht.

Viele der großen Knochen des Menschen verfügen über einen Hohlraum, in dem sich das Knochenmark ansammelt. Die Forscher brachten in den Knochen der oberen Läufe von betäubten Ratten Löcher an und entfernten das Mark. Ein Teil der Tiere wurde mit einem Hormon behandelt, das das Wachstum neuer Knochensubstanz anregte. Beide Gruppen von Ratten wurden in der Folge geröntgt um den Heilungsprozess zu überprüfen. Zuerst bildete sich bei allen Tieren in den ausgeleerten Hohlräumen neues Knochenmaterial. Bei den Ratten, die keine zusätzliche Hormonbehandlung erhielten, verschwand dieses Material innerhalb von einigen Wochen und wurde wieder durch Knochenmark ersetzt. Bei den mit dem Medikament PTH behandelten Ratten wuchs der Knochen weiter und das Mark kehrte nicht wieder zurück. In der Folge war dieses Bein stärker als das gesunde.

Die Forscher gehen davon aus, dass dieses Verfahren gerade in Bereichen ein rasches Wachstum ermöglicht, die durch Knochenschwund beeinträchtigt wurden. Der Verlust des Knochenmarks sollte laut BBC die Fähigkeit zur Bildung neuer Blutzellen nicht gefährden. Ist dieses Verfahren auch beim Menschen anwendbar, könnte nach einem Bruch ein einfacher Eingriff mit einer Nadel eine komplizierte Operation überflüssig machen. Experten wie Brendan Noble von der University of Edinburgh http://www.ed.ac.uk halten es durchaus für möglich, dass dieser auf den ersten Blick kontraproduktive Ansatz erlaubt, dass andere Arten von Zellen zum Beispiel in den Membranen der Knochen beim Heilungsprozess eine Rolle spielen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.yale.edu

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