Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Präparat reduziert Diabetes-Risiko um 25 Prozent

17.06.2002


Erste internationale Studie zur Verhinderung der Zuckerkrankheit belegt:

  • Bayer-Präparat reduziert Diabetes-Risiko um 25 Prozent
  • Entscheidender Fortschritt durch Acarbose
  • Publikation in "The Lancet"

Acarbose (Glucobay’) vermindert das Risiko für den Ausbruch des Erwachsenendiabetes (Typ 2) bei Patienten mit gestörtem Zuckerstoffwechsel (IGT) um 25 Prozent. Diese neuen Ergebnisse der Studie STOP-NIDDM (Study To Prevent Non Insulin-Dependent Diabetes Mellitus) sind am 15. Juni in der renommierten Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht worden.

"Die Zuckerkrankheit nimmt weltweit rasant zu, dies macht die Studienresultate so bedeutend", sagte der Studienleiter Professor Dr. Jean-Louis Chiasson, Universität Montreal, Kanada.

In die STOP-NIDDM Studie wurden 1.429 Personen mit gestörter Glukosetoleranz, d.h. mit einem nach Mahlzeiten erhöhten Zuckerspiegel, einbezogen. Sie erhielten entweder Acarbose oder ein Scheinmedikament (Plazebo). Die Studienteilnehmer wurden durchschnittlich 3,3 Jahre beobachtet und jährlich auf Zuckerkrankheit getestet. Eine gestörte Glukosetoleranz ist ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Sterblichkeit. Betroffene haben zudem ein erhöhtes Risiko, Typ 2 Diabetes zu entwickeln.

Glucobay’ verzögert die Verdauung von Kohlehydraten im Darm. Dadurch können erhöhte Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit verhindert werden. Das Präparat ist seit über 10 Jahren in über 120 Ländern auf dem Markt und hat sich als sicheres Arzneimittel bei Millionen von Menschen in der Behandlung des Typ 2 Diabetes bewährt.

Schätzungsweise 150 Millionen Menschen sind weltweit von der Zuckerkrankheit betroffen. Bis zum Jahr 2010 wird ihre Zahl um etwa 50 Prozent zunehmen. "Die Krankheit und ihre Komplikationen sind eine massive ökonomische Belastung des Gesundheitswesens", sagte dazu Professor Dr. Jaakko Tuomilehto, Universität Helsinki, Finnland. Nach Schätzungen der American Diabetes Association sterben in den USA jährlich 77.000 der Patienten an Herzerkrankungen.

BayNews Redaktion | Aktuelles aus BayNews

Weitere Berichte zu: Acarbose Diabetes Diabetes-Risiko Zuckerkrankheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten