Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erlanger Studie untersucht Wirkung von Sport bei Multipler Sklerose

11.03.2008
Mobilität ist Lebensqualität.

Trotz intensiver Forschung sind die Ursachen der häufigsten Erkrankung des zentralen Nervensystems bei jungen Erwachsenen noch nicht vollständig geklärt. Aufgrund dieser Ungewissheit wurde MS-Patienten bis vor kurzem noch geraten, sich möglichst wenig zu bewegen.

Dass sie von Sport durchaus profitieren können, wollen Wissenschaftler des Instituts für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen-Nürnberg jetzt in einer Studie belegen. Dazu untersuchen sie die Auswirkungen von körperlicher Aktivität und Training auf das Immunsystem von 500 MS-Patienten.

Betreut wird die Studie von Dr. Mathias Mäurer, Leiter der MSAmbulanz der Neurologischen Klinik des Uni-Klinikums Erlangen sowie von Prof. Dr. Klaus Pfeifer und Alexander Tallner von der Uni Erlangen-Nürnberg.

Im Rahmen der Studie wollen die Wissenschaftler zunächst erfassen, wie aktiv die MS-Patienten in Mittelfranken sind. Im ersten Teil der Studie befragen sie die Probanden zu körperlicher Aktivität, Lebensqualität, Depression und Tagesschläfrigkeit. Anschließend überprüfen die Forscher den Einfluss sportlicher Bewegung auf das Krankheitsbild.

Dafür werden 60 Teilnehmer aus der vorhergehenden Feldstudie klinisch untersucht. Die Hälfte dieser Probanden ist aktiv, die andere Hälfte bewegt sich nur wenig oder gar nicht. Im zweiten Teil der Studie werden Blut und Nerven der Patienten untersucht. Daneben wird ihre Leistungsfähigkeit mit Hilfe einer Atemgasmessung getestet. Die Wissenschaftler wollen Hinweise für eine potentielle immunmodifzierende Wirkung von körperlicher Aktivität und Sport erhalten.

"Gezielte Bewegung könnte die körperliche Fitness der Patienten verbessern und für gute Stimmung und Wohlbefinden sorgen", erklärt Klaus Pfeifer, Professor für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Bewegung und Gesundheit. Für die Umfrage suchen die Wissenschaftler der Uni Erlangen-Nürnberg Menschen, die an Multipler Sklerose leiden und Interesse haben, an der Studie zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen der Krankheit und sportlicher Bewegung teilzunehmen. Ansprechpartner ist Sportwissenschaftler Alexander Tallner, Tel.: 09131/85-28175, Alexander.Tallner@sport.uni-erlangen.de

Die Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 26.200 Studierenden, 550 Professoren und 2000 wissenschaftlichen Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in enger Verknüpfung mit Jura, Theologie, Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Weitere Informationen für die Medien:

Alexander Tallner
Tel.: 09131/85-28175
Alexander.Tallner@sport.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/

Weitere Berichte zu: Multiple Sklerose Sklerose Sportwissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Echtzeit-Feedback hilft Energie und Wasser sparen
08.02.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Nutzung digitaler Technologien in der industriellen Produktion führt zu Produktivitätsvorteilen
01.02.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie