Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hotelmanagement: Intuition oder Controlling

05.03.2008
Deloitte-Studie "Was wirklich zählt" identifiziert zentrale Werttreiber für die Hotelbranche in Deutschland

Der Konkurrenzdruck in der Hotelbranche steigt. Im Wettbewerb behaupten sich langfristig nur diejenigen Hoteliers, die sich nicht nur auf finanzielle Kennzahlen stützen. Künftig zählt vor allem das strategische Zusammenspiel von Standort, Konzept und Betreiber.

Nicht zuletzt muss sich die Branche auf neue Zielgruppen einstellen, die mehr Wert auf Innovationen, ökologische Verträglichkeit und einen nachhaltigen Betrieb legen. Dies sind die Ergebnisse der empirischen Studie "Was wirklich zählt" von Deloitte - dazu wurden rund 5.000 Hoteliers befragt und parallel 850 Gästefragebögen ausgewertet.

"Gemeinsam mit führenden Experten der Hotellerie und gestützt auf das Feedback der Gäste haben wir die qualitativen Erfolgspotenziale: Mitarbeiter, Standort, Innovation, Marketing und Nachhaltigkeit identifiziert. Für Gäste und Hoteliers sind die Standortqualität sowie die Kompetenz und Freundlichkeit des Personals von besonderer Bedeutung", erklärt Benjamin Ploppa, Manager Hotellerie von Deloitte.

Das wichtigste Kapital: Die Mitarbeiter

Das Personal gehört zu den Schlüsselfaktoren - es wird zusehends zur knappen Ressource: Einerseits entscheiden sich immer weniger Jugendliche für eine Ausbildung im Hotel, andererseits tut sich die Hotellerie - trotz steigendem Personalbedarf - schwer beruflichen Quereinsteigern eine Perspektive zu bieten. Hoteliers müssen deswegen umfassende Programme zur Mitarbeiterrekrutierung und -bindung sowie zur Personalentwicklung auflegen.

Standortfaktor: location, location, location

Von immer noch enormer Bedeutung ist der Standort. Die Herausforderung ist hier, eine Einheit aus Umfeld, Gebäude, Einrichtung und Angebot zu schaffen. Die Erfolgsfaktoren heißen Erreichbarkeit, Attraktivität, Lage, Wettbewerbssituation sowie das ökonomische Umfeld.

Strategie für kontinuierliche Innovationskultur

Innovation steht in der Hotelbranche für neue Angebote, die den Gast begeistern und so für einen Wettbewerbsvorteil sorgen. Gerade im Hinblick auf die zunehmende Individualisierung der Gästewünsche ist hier ein Gespür für Trends gefragt, dies betrifft vor allem auch den Technologie-Bereich. "Der Innovationsprozess sollte in die Unternehmensstrategie eingebettet sein. Es geht darum, dass sich die Mitarbeiter damit identifizieren und das Hotel als Ganzes die Nase vorn hat", rät Benjamin Ploppa. "Im Bereich CRM ist allerdings Vorsicht geboten, um die Grenze zum gläsernen Konsumenten nicht zu überschreiten."

Was Gäste wirklich wollen...

Die Gäste reagieren zunehmend resistent auf Marketingmaßnahmen und stufen diese als eher irrelevant ein. Umso wichtiger ist es für die Hoteliers ihre Gäste zielgruppenspezifisch anzusprechen und klar das Markenversprechen zu erfüllen. Erfolgskritisch ist eine starke Internetpräsenz mit entsprechenden benutzerfreundlichen Services, weniger bedeutsam hingegen werden hoteleigene Treue- und Bonusprogramme von den Gästen bewertet.

Im Zuge der zunehmenden Zielgruppendifferenzierung kommt eine neue Komponente hinzu - der Nachhaltigkeitsfaktor. Die Gruppe der LOHAS (Lifestyle Of Health And Sustainability) achtet auf ein ökologisch verträgliches Angebot - sie macht inzwischen etwa ein Drittel der westlichen Bevölkerung aus.

"Die Studie zeigt vor allem im Marketingbereich Optimierungspotenzial auf. Die bisherigen Aktivitäten werden von den Gästen als nicht zielgruppenspezifisch beurteilt. Der Weg zum perfekten Qualitätsmanagement ist noch weit. Positiv ist, dass sich die meisten Hotelbetreiber in diese Richtung bewegen - allerdings setzen viele auf ihre subjektive Erfahrung und ihr Bauchgefühl als auf systematische Maßnahmen", resümiert Benjamin Ploppa.

Die komplette Studie finden Sie unter http://www.deloitte.com/dtt/ research/0%2C1015%2Ccid%25253D195046%2C00.html zum Download.

Deloitte Deutschland

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Das breite Leistungsspektrum umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit 4.000 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen betreut Deloitte seit mehr als 100 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit rund 150.000 Mitarbeitern in nahezu 140 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, dessen Mitgliedsunternehmen einschließlich der mit diesen verbundenen Gesellschaften. Als Verein schweizerischen Rechts haften weder Deloitte Touche Tohmatsu als Verein noch dessen Mitgliedsunternehmen für das Handeln oder Unterlassen des/der jeweils anderen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig, auch wenn es unter dem Namen "Deloitte", "Deloitte & Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen Namen auftritt. Leistungen werden jeweils durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen, nicht jedoch durch den Verein Deloitte Touche Tohmatsu erbracht. Copyright © 2008 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Isabel Milojevic | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de
http://www.deloitte.com/dtt/research/0%2C1015%2Ccid%25253D195046%2C00.html

Weitere Berichte zu: Hotelbranche Hotellerie Mitgliedsunternehmen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht VDE analysiert Auswirkung der Digitalisierung auf die Arbeitswelt von Elektroingenieuren
29.06.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Designte Proteine gegen Muskelschwund

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Benzin und Chemikalien aus Pflanzenresten

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hochleitfähige Folien ermöglichen großflächige OLED-Beleuchtung

29.06.2017 | Energie und Elektrotechnik