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ADHS im Erwachsenenalter: Neue Studie untersucht Wirksamkeit einer spezifischen Gruppenpsychotherapie

27.02.2008
Die ADHS-Spezialsprechstunde am Neurozentrum des Universitätsklinikums des Saarlandes sucht Erwachsene mit Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) für eine Therapiestudie.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie ist auf ein Jahr angelegt und beginnt voraussichtlich im April 2008. Mehrere andere Universitätskliniken beteiligen sich ebenfalls daran: Universitätsklinikum Freiburg, Universitätsklinikum Würzburg, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und die Charité Universitätsmedizin in Berlin.

Entgegen landläufiger Meinung wachsen sich die Symptome der Aufmerksamkeits-/ Hyperaktivitätsstörung nur bei einem Teil der betroffenen Kinder im Erwachsenenalter aus. Viele Erwachsene zeigen weiterhin die typischen Symptome wie Unaufmerksamkeit, Konzentrationsstörungen, Impulsivität und Unruhe und sind dadurch sowohl im Beruf als auch in der Alltagsgestaltung und im Privatleben benachteiligt. Nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie sollte eine Behandlung der ADHS bei Erwachsenen neben einer möglichen Medikation immer auch psychotherapeutische Interventionen beeinhalten. Die jetzt vom Neurozentrum angebotene Therapiestudie geht der Frage nach, ob Gruppenpsychotherapie oder ärztliche Einzelgespräche in Kombination mit Placebo oder speziellen Medikamenten wirksamer sind.

Nach einer ausführlichen Diagnostik werden die Patienten nach dem Zufallsprinzip entweder in die Gruppenpsychotherapie oder zu den Einzelgesprächen eingeteilt, die 12 Wochen lang wöchentlich und danach einmal im Monat stattfinden. Zusätzlich werden die Patienten medikamentös behandelt, entweder mit Methylphenidat oder mit Placebo (doppeltblindes Design).
Zur Studienteilnahme müssen bestimme Einschlusskriterien erfüllt sein:
Die Teilnehmer im Alter von 18-60 Jahren mit ADHS dürfen nicht an schwerwiegenden psychiatrischen, neurologischen oder internistischen Erkrankungen leiden, und es sollte keine medikamentöse Vorbehandlung mit Methylphenidat oder Begleitbehandlung mit anderen Psychopharmaka vorliegen.

Weitere Informationen sind erhältlich im Neurozentrum der Universität des Saarlandes bei:

Frau Dr. Petra Ruprecht-Dörfler, Frau Dr. Monika Schulte-Altedorneburg und Frau Dipl.-Psych. Eva Steinbach unter Tel. (06841) 16-26333 oder 16-26331 montags und donnerstags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr, mittwochs von 8.30 Uhr bis 10.30 Uhr. E-Mail: psprup@uniklinikum-saarland.de

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.uks.eu

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