Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schlaf schützt Kinder vor Übergewicht

11.02.2008
Schon jede Stunde senkt die Gefahr vor Fettleibigkeit

Wenig Schlaf kann bei Kindern Fettleibigkeit hervorrufen. Zu diesem Ergebnis kommen US-Wissenschaftler der John Hopkins Bloomberg School of Public Health in einer Studie. Bei bis zu 92 Prozent der Kinder führt Schlafmangel demnach zu Übergewicht. Jede Stunde zusätzlicher Schlaf verringert dieses Risiko jedoch um neun Prozent, berichten die Wissenschaftler. Entwarnung gibt es hierbei überhaupt für Mädchen. Der Zusammenhang zwischen Schlaf und Übergewicht konnte lediglich bei Buben festgestellt werden.

Die Wissenschaftler untersuchten 17 Studien zum Thema Kinderschlaf und Übergewicht. "Die Analyse der Daten zeigte einen klaren Zusammenhang zwischen der Dauer des Schlafes und dem Risiko übergewichtig oder fettleibig zu werden", folgert Studienautor Youfa Wang, Professor an der Bloomberg Schule für Ernährung. "Jedoch nimmt das Risiko dick zu werden mit zunehmenden Schlaf ab", so Wang. Nach Aussagen von Wang ist ein ausgiebiger Schlaf das beste Mittel gegen dicke Kinder.

Wang meint zudem, dass diese Erkenntnisse besonders für jene Teile der Welt von besonderer Bedeutung sind, in denen Kinder wegen des Leistungsdrucks oft nicht genügend Schlaf bekommen. Besonders in ostasiatischen Ländern ist das Probleme mit übergewichtigen Kindern weit verbreitet. In den analysierten Studien variierten die empfohlenen Schlafenszeiten für Kinder sowie das Alter der Kinder. Die optimale Schlafenszeit für Kinder unter fünf Jahren beträgt laut Wang elf Stunden. Unter Zehnjährige sollte Schlaf bis zu zehn Stunden ermöglicht werden. Bei Kinder über elf Jahren liegt die Untergrenze bei mindestens neun Stunden, im eine Gewichtszunahme zu vermeiden.

Sandra Haas | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.jhsph.edu

Weitere Berichte zu: Fettleibigkeit Übergewicht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie