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Limonaden machen Männer krank

04.02.2008
Fructose führt zum Anstieg von Gicht

Einer kanadischen Studie zufolge sind Männer, die mehr als zweimal pro Tag Limonade trinken, besonders gefährdet an Gicht zu erkranken. Gicht zeichnet sich durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen in den Gelenken aus und geht mit Symptomen wie geschwollenen Gliedmaßen einher.

Bisher wurde angenommen, dass Gicht durch fleischreiche Ernährung entsteht. Dass die schmerzhafte Krankheit durch Fruktose in Limonaden hervorgerufen wird, ist neu. In Großbritannien leiden bereits 1,5 Prozent der gesamten Bevölkerung an Gicht - Tendenz steigend. Vor allem Fruchtsäfte und fruktosereiche Früchte wie Äpfel und Orangen erhöhen das Risiko, so die kanadischen Forscher.

Diätsäfte sind davon aber ausgenommen. Künftig sollen laut Hyon Choi von der University of British Columbia Ärzte Gichtpatienten darauf hinweisen, ihre Fruktosezufuhr zu senken.

Schwedische Forscher konnten darüber hinaus nachweisen, dass Zucker Einfluss auf unsere Gedächtnisleistung hat. Es ist zwar bekannt, dass Diabetes-Patienten ein höheres Risiko haben, an Krankheiten wie Demenz Alzheimer zu erkranken. Bislang war unter Medizinern aber noch unklar, wie Blutzucker allein einen negativen Effekt bei Menschen ohne Diabetes hat. Ebenso fehlten Informationen über jene Regionen im Hirn, die besonders sensibel auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel reagierten.

Das Forscherteam rund um Olov Rolandsson stellte hierbei fest, dass speziell der Hippokampus durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel beeinflusst wird. Der Hippokampus ist jenes Areal im Gehirn, das unter anderem für die Speicherung von Erinnerungen zuständig ist. Besonders der Hippokampus der Frauen reagiert sensibel auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel. In weiteren Studien sollen weitere Einflüsse des Blutzuckerspiegels auf die Gedächtnisleistung erforscht werden.

Sandra Haas | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ubc.ca/

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