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Studie zeigt Effektivität der Vorsorge-Koloskopie

04.02.2008
Die Auswertung der Daten von mehr als 9000 Patienten aus einer gastroenterologischen Schwerpunktpraxis im Ruhrgebiet zeigt beispielhaft, dass die Vorsorge-Koloskopie ab dem 56. Lebensjahr effektiv dazu beiträgt, die Darmkrebs-Sterblichkeit in Deutschland zu verringern.

Im Herbst 2002 wurde die Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs ab dem 56. Lebensjahr in das deutsche Krebsfrüherkennungsprogramm aufgenommen.

Gleichzeitig hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung als für die vertragsärztliche Versorgung zuständige Institution mit Maßnahmen wie Hygienekontrollen und Qualitätsvorschriften für die Durchführung dieser Untersuchungsmethode einen hohen Sicherheitsstandard festgelegt.

Darmkrebs steht auf der Liste der Krebstodesursachen an zweiter Stelle. Durch den breiten Einsatz der Vorsorge-Koloskopie soll die Sterblichkeit in Deutschland in den nächsten zehn Jahren deutlich sinken. Es gibt viele Hinweise, dass dies gelingen kann. Der Nachweis, dass allein die Darmspiegelung, in deren Verlauf potenzielle Krebsvorstufen entfernt werden, bereits zur Senkung von Patientenzahlen und Todesfällen führt, steht aber noch aus.

In der Herner Vorsorgedatei wurden Patienten, die zur reinen Vorsorge kamen, mit Patienten verglichen, bei denen bereits ein Verdacht auf Darmkrebs bestand. Von den 46 Personen mit Darmkrebs in der Vorsorgegruppe waren vier Jahre nach Beginn des Vorsorgeprogramms nur zwei Patienten verstorben, diese Todesfälle waren jedoch keine Folge der Krebskrankheit! In der anderen Gruppe verstarben 20 von 100 Patienten an den Folgen der Tumorkrankheit.

In der Vorsorgegruppe wurden 93,5 Prozent der Krebsfälle im Frühstadium entdeckt. Diese haben eine exzellente Prognose. In der Vergleichsgruppe hatten bereits 39 Prozent einen Tumor im fortgeschrittenen Stadium mit ungünstiger Prognose, trotz des zusätzlichen Einsatzes einer Radio- oder Chemotherapie im Zusammenhang mit der Operation!

Die Ergebnisse der Studie finden Sie auf der Internetseite des bng unter unter Aktuelles.

Angebot an die Redaktionen: Wir bieten kompetente Gesprächspartner zu den Themen Darmkrebs, Hepatitis, Morbus Crohn und allen anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Mitglieder des Berufsverbandes engagieren sich mit zahlreichen Projekten zur Versorgungsforschung für die Verbesserung der Behandlungsqualität der Patienten. Es gibt umfangreiche Datenerhebungen zu Darmkrebs, Hepatitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Gerne beantworten wir bei Bedarf Fragen für Ihre Berichterstattung. Regelmäßige Informationen finden Sie auch auf unserer Internet-Seite: www.gastromed-bng.de.

Kontakt: Dr. Holger Böhm, Tel.: 0231/92527-905, bng@skriptstudio.de

Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e.V.
Insel 3, 89231 Neu-Ulm, Telefon: 0700 26426426, Fax:0731 7054711
eMail: info@gastromed-bng.de, Internet: www.gastromed-bng.de

Dr. Holger Böhm | bng-gastro
Weitere Informationen:
http://www.gastromed-bng.de

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