Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HU-Studie zeigt: Einsatz von Notebooks motiviert Schüler

22.01.2008
Neue Evaluation zeigt, dass Lernen in Notebook-Klassen Unterricht und Schülerkompetenzen verbessern kann.

Welche Bedingungen bestimmen den Erfolg eines Notebook-Projekts? Um diese Frage zu beantworten, hat Schulen ans Netz e. V. die Humboldt-Universität in Berlin beauftragt, die Einführung von Notebook-Klassen wissenschaftlich zu begleiten.

Hierzu wurden 13 weiterführende Schulen in Niedersachsen in die Evaluation einbezogen, die an dem Projekt "1000mal1000: Notebooks im Schulranzen" der niedersächsischen Landesinitiative n-21 teilnehmen. Der vorliegende Bericht liefert eine detaillierte Projektanalyse und praktische Handlungsempfehlungen für alle diejenigen, die eine Einrichtung von Notebook-Klassen planen.

Ein Bericht über zahlreiche US-Schulen, die Schüler-Laptops wieder abschaffen, hatte in Deutschland 2007 eine grundsätzliche Debatte über Computer und Internet im Unterricht initiiert. Heike Schaumburg, Doreen Prasse, Karin Tschackert und Sigrid Blömeke vom Institut für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin stellen in ihrer Studie aber fest, dass verschiedene Indikatoren darauf hindeuten, dass die Schüler in Notebook-Klassen eine höhere Motivation zeigen als Schüler herkömmlich unterrichteter Klassen. Die Mehrheit der Lehrkräfte beobachtete eine Zunahme der Selbstständigkeit der Schüler. Im Bereich Computerkompetenz zeigten Notebook-Schüler ein höheres Computerwissen und eine höhere subjektive Einschätzung ihrer Kompetenz.

... mehr zu:
»Evaluation

Die Integration von Notebooks in den Unterricht ist aber ein langwieriger Prozess. Veränderungen der Unterrichtspraxis und folglich der Schülerkompetenzen, so die Autorinnen, brauchen Zeit und sind langfristig ohne die entsprechenden Rahmenbedingungen, wie Fortbildungen, Austausch, Zeit und Freiräume, in denen experimentiert werden kann, nur schwer möglich. Vor allem die Technik muss funktionieren; ein Notebook-Projekts sollte in der Schule verankert sein und von allen Beteiligten - Lehrkräften, Schülern und Eltern - die notwendige Unterstützung erhalten.

Die Publikation "Lernen in Notebook-Klassen" kann kostenfrei bestellt werden unter itworks@schulen-ans-netz.de.

Schulen ans Netz e. V. ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Telekom AG. Der gemeinnützige Verein mit gesamtgesellschaftlichem Bildungsauftrag ist ein Kompetenzcenter für das Lehren und Lernen mit neuen Medien in der Bildung. Neben Veranstaltungen, Beratungs- und Qualifizierungsangeboten bietet Schulen ans Netz e.V. verschiedene Internetdienste und -plattformen an.

Kontakt:

Dr. Heike Schaumburg
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Erziehungswissenschaften
Tel.: 030/2093-1926
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schulen ans Netz e.V.
Tel.: 0228/ 910 48 - 275
Fax: 0228/ 910 48 - 1275
presse@schulen-ans-netz.de

Christine Schniedermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.schulen-ans-netz.de
http://www.schulen-ans-netz.de/itworks

Weitere Berichte zu: Evaluation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise