Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hohe Blutfettwerte genetisch bedingt

21.01.2008
Weitere Rückschlüsse auf erbliche Vorbelastung

Forscher des Istituto di Neurogenetica e Neurofarmacologia haben in Zusammenarbeit mit mehreren internationalen Partnerinstituten sieben Gene entdeckt, die für das Auftreten übermäßig hoher Cholesterin- und Triglyzeridwerte mitverantwortlich sind. Die in der Fachzeitschrift "Nature Genetics" veröffentlichten Ergebnisse öffnen den Weg für neue Verfahren zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen der Herzkranzgefässe.

Als methodischer Ansatz bei dem unter der Bezeichnung "ProgeNIA" laufenden Projekt diente die innovative Genome Wide Association Study (GWAS). "Wir haben das DNA von 4.300 Sarden auf 360.000 Nukleotid-Variationen (SNPs) analysiert", erklärt die INN-Forscherin Serena Sanna. Mit Hilfe neuer Statistikmethoden und der Vervollständigung der HapMap konnten über zwei Millionen Sequenzvarianten ermittelt und gekennzeichnet werden. "Gegenstand der ProgenNIA war das Erbgut der Einwohner von Ogliastra, einer kleinen Insel östlich vor Sardinien, die über Jahrtausende demographisch stark von der übrigen Welt abgeschnitten waren und sich deshalb besonders gut für diese Untersuchung eigneten", bestätigt der INN-Direktor und Studienkoordinator Prof. Antonio Cao.

Die Ergebnisse wurden mit denen des Wellcome Trust Case Control Consortium verglichen, das mit 15.000 Freiwilligen in Großbritannien zusammenarbeitet. Dabei wurde festgestellt, dass alle für hohe LDLc-Werte verantwortlichen Genvarianten am häufigsten bei Personen auftreten, die an Erkrankungen der Herzkranzgefässe leiden. Das gleiche gilt für hohe Triglyzerid-Werte verursachende Genvarianten, auch wenn die Korrelation bei diesen etwas schwächer ausfällt. Durch Arteriosklerose bedingte Erkrankungen der Herzkranzgefässe gelten in Industrieländern mittlerweile als die wichtigste Todesursache und breiten sich immer rascher auch in den Entwicklungsländern aus.

Die ProgeNIA-Studie ist von den zum amerikanischen Institute of Health (NIH) gehörenden Forschungseinrichtungen National Institute of Aging (NIA), National Human Genome Research Institute (NHGRI), National Instiutute of Diabetes and Digestive and Kidney Desease (NIDDK) und National Heart, Lung and Blood Institute (NHLBI) mitfinanziert worden. An dem Projekt haben auch skandinavische Forschergruppen sowie zahlreiche französische, britische und amerikanische Wissenschaftler mitgearbeitet.

Harald Jung | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.inn.cnr.it

Weitere Berichte zu: Genom Genvariante Herzkranzgefäss

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

nachricht »Zweites Leben« für Smartphones und Tablets
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics