Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schwellenländer sind treibende Kraft für Weltwirtschaft

21.01.2008
Zentralbanken können Rezessionsgefahr abwenden

Die britische Fondsgesellschaft Henderson Global Investors rechnet für 2008 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von bis zu 4,25 Prozent. Zwar geht man von einem Rückgang des Aufschwungs im Vergleich zu einem etwa fünfprozentigen Anstieg im Vorjahr aus, dennoch prognostiziert das Unternehmen in seiner aktuellen Studie 'Strategy Matters' eine Fortsetzung des Wachstums.

Diese positive Prognose ist vornehmlich Schwellenländern als treibende Kräfte zu verdanken. "Insbesondere China und Indien spielen dieses Jahr für die Weltwirtschaft eine tragende Rolle", bestätigt Christian Dreger, Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, die Prognose im Gespräch mit pressetext. Der Analyst und Mitautor der Studie, Adrian Pankiw, geht davon aus, dass der Investment-Boom in Asien, dem Nahen Osten, Ost- und Mitteleuropa sowie in Lateinamerika eine Fortsetzung finden wird.

In der Henderson-Studie wird die Möglichkeit berücksichtigt, dass die Immobilienkrise auf die übrige US-Wirtschaft und den Privatkonsum übergreift. In diesem Fall stehen die Chancen für eine Verhinderung der Rezession bedeutend schlechter. Die kurzfristig hohe Inflation (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080116030 ), bedingt durch die steigenden Lebensmittel- und Energiepreise, würde aufgrund des niedrigeren Wirtschaftswachstums wieder nachlassen. Dadurch seien die G7-Zentralbanken inklusive der US-Notenbank in der Lage, die drohende Rezession durch Zinsanpassungen zu verhindern. "Ich erwarte generell keine Rezession in den USA. Zwar müssen sich die Amerikaner auf eine Periode niedrigerer Wachstumsraten vorbereiten, in der die Zahlen sogar auf nur zwei Prozent sinken werden, von einer negativen Wirtschaftsentwicklung ist aber keine Rede", prognostiziert Dreger die Konjunkturentwicklung der USA.

"Die Weltwirtschaft und deren Wachstum werden sich nicht besonders, aber doch etwas abschwächen. In den USA wird der Abschwung im Vergleich deutlicher zu spüren sein. Dies betrifft auch die Nachfrage im privaten Konsum. Die negativen Auswirkungen schlechter Wirtschaftsdaten aus den USA haben heute aber einen bedeutend geringeren Einfluss auf die restliche Welt als früher", setzt der Experte seine Vorhersage auf Anfrage von pressetext fort. Der interregionale Handel in Europa und Asien sei eine weitaus stärkere Kraft als der amerikanische Wirtschaftsabschwung. Aus der Henderson-Studie geht hervor, dass in der Euro-Zone weiterhin ein Inflationsrisiko besteht, welches insbesondere durch Lohnsteigerungen begründet ist, die aus zahlreichen Tarifverhandlungen resultieren. Eine Fortsetzung hoher Inflationsraten könne Senkungen der Zinssätze durch die Zentralbanken verhindern, worunter auch ein gesundes Wirtschaftswachstum leiden könnte.

Manuel Haglmüller | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.henderson.com

Weitere Berichte zu: Rezession Schwellenland Weltwirtschaft Wirtschaftswachstum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise