Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Digitale Signatur nicht dem Kommerz überlassen"

24.05.2002


Trierer Institut für Telematik stellt Studie zu elektronischen Unterschriften vor


Der gestern (Donnerstag, 23. Mai) angekündigte Rückzug der Deutschen Post aus dem Markt für Digitale-Signatur-Produkte zeigt nach Ansicht des Instituts für Telematik, dass der Staat das Thema Sicherheitsinfrastruktur fürs Internet nicht kommerziellen Anbietern überlassen darf. Professor Christoph Meinel (48), Direktor von Deutschlands führendem Forschungszentrum fürs Internet, befürchtete am Freitag bei der Vorstellung einer Signatur-Studie seines Instituts, dass die Durchsetzung der digitalen Signatur in Deutschland "nun noch stärker in die Sackgasse geraten" werde. Die neuen elektronischen Unterschriften sollen helfen, digitalen Dokumentenaustausch übers Internet gegen Fälschungen abzusichern.

Der Trierer Informatik-Wissenschaftler forderte den Staat auf, endlich seine hoheitliche Aufgabe wahrzunehmen, um im digitalen Zeitalter die Sicherheitsinfrastruktur für den immer bedeutender werdenden elektronischen Handel zu garantieren. Meinel zog einen Vergleich mit der Sicherheit, die amtliche Personalausweise und Pässe bieten. Auch hier halte der Staat ja die entsprechende Infrastruktur vor. Der Vorsprung, den sich Deutschland im internationalen Vergleich mit dem schon vor fünf Jahren verabschiedeten anspruchsvollen Signaturgesetz verschafft habe, sei leider bereits eingebüßt, bedauerte Meinel mit Blick auf die Einführungsprobleme der digitalen Signatur.


Was alles an Sicherheitsanforderungen beim Einsatz digitaler Signaturen zu beachten ist, zeigt die am Freitag (24. Mai) vorgestellte neueste Studie des Instituts für Telematik. Sie verschafft demjenigen einen aktuellen und kompakten Überblick, der sich über die vielen verschiedenen Anbieter, Hilfsmittel und Dienste für digitale Signaturen informieren will.

"Welche verschiedenen Arten von digitalen Signaturen existieren? Wieviel Anbieter entsprechender Soft- und Hardware gibt es auf dem Markt? Wie unterscheiden sich diese in Preisen und Leistungen? Wie funktioniert die digitale Signatur? Welche rechtlichen Anforderungen sind zu beachten? Diese und weitere Fragen beantwortet die übersichtliche Studie "Zertifizierungsdienste-Anbieter in Deutschland", die zum Preis von 200 EUR beim Institut für Telematik in Trier bestellt werden kann (www.ti.fhg.de). Das gemeinnützige Spitzenforschungs- und Entwicklungszentrum fürs Internet, das mit der Fruanhofer-Gesellschaft verbundenn ist, arbeitet schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der IT-Sicherheit und betreibt ein eigenes Trust-Center mit Zeitstempeldienst. Seine Adresse: Bahnhofstraße 30-32, 54292 Trier, Telefon 0651 97551-0, Telefax 0651 97551-12.

Prof. Dr. sc. Christoph Meinel | ots
Weitere Informationen:
http://www.ti.fhg.de

Weitere Berichte zu: Kommerz Sicherheitsinfrastruktur Signatur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie