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Roland Berger think:act CONTENT: Hinter den Kulissen der globalen Wertschöpfung

16.01.2008
  • Global expandierende Unternehmen müssen sich mit ständig neuen Spielregeln auseinandersetzen
  • Studie identifiziert Kernthemen der internationalisierten Wertschöpfungskette

Unternehmen müssen ihre Wertschöpfungsketten zunehmend global ausrichten. Dadurch geraten sie häufig unter Druck: Nicht immer gelingt es, niedrige Lohnkosten in Asien mit strikten Gesundheits- und Sicherheitsstandards westlicher Märkte in Einklang zu bringen.

Kunden sind immer besser über globale Zusammenhänge informiert und beeinflussen die Anbieter zunehmend. So zwingen sie sie etwa, ethische und soziale Aspekte bei der Internationalisierung ihrer globalen Wertschöpfung zu berücksichtigen. "Going global" wird dadurch immer komplexer. Dies bedeutet für Unternehmen, dass sie eine umfassende Wertschöpfungsbilanz vorlegen sollten. Denn Korruption, Steuerlasten und Faktorkosten beeinflussen gleichermaßen Absatzchancen, Kapitalzufluss und Risiken. In der aktuellen Ausgabe von "think:act CONTENT", dem Kundenmagazin von Roland Berger Strategy Consultants, beschreiben die Strategen, wie Führungskräfte sich in einem ständig wandelnden Umfeld behaupten können.

Die Manager müssen ihr eigenes Geschäft unter die Lupe nehmen und mit wichtigen Entwicklungen und Trends vertraut sein. Es reicht längst nicht mehr aus, weltweit nach den billigsten Produktionsstandorten zu suchen. Vielmehr gilt es, sich international nach ganzheitlichen Prinzipien auszurichten, dabei neue Grundsätze, etwa Nachhaltigkeit, zu berücksichtigen und eine starke Unternehmensethik zu entwickeln.

Im ersten Schritt sollten sich Manager fragen, ob eine Internationalisierung der Wertschöpfung folgende Ziele befördert:

- Wertvoller Beitrag zum Kerngeschäft
- Minimierung und Streuung von Finanz-, Wechselkurs- und Produktrisiken
- Nachhaltige Steuervorteile
- Vorteile bei Kapital- und Arbeitskosten
- Neue Wege, um zukunftsweisende Innovationen und Wissensquellen zu erschließen
Das Management muss dann eine Strategie entwerfen, die weltweite
Wertschöpfungs- und Nachhaltigkeitsprogramme in die allgemeine Geschäftsstrategie integriert. So kann es Kapital und Know-how in zukunftsträchtige und zugleich nachhaltige Wachstumsfelder lenken.

"Jedes Unternehmen muss entscheiden, welche Prozesse es nahe am Heimatstandort hält und welche besser verlagert werden sollten. An Hochlohnstandorten zu verharren und Prozesse höchstens in nahegelegene Produktionsstätten zu verlegen bietet zwar Vorteile wie bessere Produktivitätskontrolle und Qualitätssicherung. Dennoch kann Outsourcing schließlich unvermeidlich werden", sagt Roland Schwientek, Partner im Kompetenzzentrum Operations Strategy der internationalen Strategieberatung.

Schwientek betont jedoch auch, dass sich ein neuer Trend beobachten lässt: Verschiedene Firmen haben ihre Produktionsstätten in die "alte Welt" zurückverlegt, nachdem sich das unternehmerische Umfeld geändert hatte. So entdeckte etwa der Pharmakonzern Sanofi Aventis den europäischen Markt für sich neu, als politische und wirtschaftliche Reformen in Europa neue Steuervorteile boten. Damit Unternehmen stets die für sie besten Entscheidungen treffen können, sind solche Entwicklungen genau zu beobachten.

Die Publikation gibt zudem einen Einblick in Trends und Entwicklungen der globalen Beschaffung. Sie zeigt, wie Unternehmen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Entwicklungsländern managen und konzernweit nachhaltige Beschäftigungsprinzipien umsetzen.

think:act CONTENT ist das Kundenmagazin von Roland Berger Strategy Consultants. Es erscheint acht Mal jährlich und präsentiert kompakt Expertenwissen und Ergebnisse der neuesten Erkenntnisse der Strategieberatung.

Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 33 Büros in 23 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 2.000 Mitarbeiter haben im Jahr 2007 einen Honorarumsatz von rund 600 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 160 Partnern.

Stefan Schüßler | Roland Berger
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com

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