Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Studie zur Wettbewerbsfähigkeit der polnischen Fleischindustrie erschienen

23.05.2002


Die neueste Studie des Institutes für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) von Frau Dr. Agata Pieniadz beschäftigt sich erstmals systematisch auf breiter empirischer Basis mit den Ursachen für den Erfolg oder das Scheitern von Unternehmen in der polnischen Fleischindustrie. Hauptergebnis ist, dass der Wettbewerb in dieser wichtigen Branche funktioniert.



Die Einführung der Marktwirtschaft hat zahlreiche Unzulänglichkeiten in der gesamten polnischen Agrar- und Ernährungswirtschaft offenbart. Gerade vor dem Hintergrund der bevorstehenden Integration Polens in die Europäische Union sind weitere grundlegende Anpassungen erforderlich. Im Hinblick auf die große Bedeutung des Fleischsektors sowie seines hohen Umstrukturierungsbedarfs ist die Erhöhung seiner Wettbewerbsfähigkeit für die gesamte polnische Agrarwirtschaft wichtig. Die Studie untersucht die Entstehung und das Funktionieren des Wettbewerbs im wirtschaftlichen Transformationsprozess am Beispiel der polnischen rind- und schweinefleischverarbeitenden Industrie. Im Mittelpunkt der Analyse steht die Identifizierung von Faktoren, die auf das individuelle Firmenwachstum einwirken und die Wettbewerbsposition einzelner Firmen beeinflussen.



Die Analysen der Wettbewerbsprozesse zeigen, dass auf dem polnischen Fleischmarkt ein intensiver Wettbewerb herrscht, der seine Anpassungs- und Selektionsfunktion erfüllt. Der Wettbewerb spielt sich hauptsächlich auf dem nationalen Markt ab und kommt durch die Konkurrenz um Vorprodukte und Konsumenten sowie durch die Rivalität zwischen etablierten und potentiellen Anbietern zum Ausdruck. Trotz aller Fortschritte in den letzten zehn Jahren ist der Entwicklungsprozess hin zu einer wettbewerbsfähigen Produktion aber noch lange nicht abgeschlossen.

Die ökonometrischen Untersuchungen belegen, dass das einzelbetriebliche Wachstum mit der angewandten Privatisierungsmethode zusammenhängt. Das Firmenwachstum ist weiterhin positiv mit dem Umfang der vertikalen und horizontalen Unternehmenskooperationen, der Erschließung der EU-Märkte sowie mit der Produktdifferenzierung verbunden. Diese Determinanten wirken allerdings vor dem Hintergrund standortspezifischer Faktoren. Hierzu gehören ein hoher regionaler Marktanteil zu Beginn der Transformation sowie die Nähe eines Unternehmens zu seinen Rohstoff- und Absatzmärkten. Insgesamt konnte keine dominante Strategie zur Verbesserung der unternehmerischen Wettbewerbsfähigkeit identifiziert werden.

Die Resultate belegen weiterhin, dass sich für die politischen Entscheidungsträger zunehmend die Aufgabe stellen wird, die Rahmenbedingungen für die Fleischverarbeitung so zu gestalten, dass die heteromorphen Strukturen bestehen bleiben und somit neben den großen industriellen Firmen auch viele kleine und mittelständische Betriebe existieren können.

Die Studie kann beim IAMO bestellt werden (E-Mail: Kopsidis@iamo.de, Tel: 0345/2928-229): AGATA PIENADZ, Wettbewerbsprozesse und Firmenwachstum in der Transformation am Beispiel der polnischen Fleischindustrie, Studies on the Agricultural and Food Sector in Central and Eastern Europe, Bd. 14, Vauk Verlag, Kiel, 291 Seiten, 34 EURO.

Nähere Informationen zur Studie sind zu erfragen bei Frau Dr. Agata Pieniadz (E-Mail: pieniadz@iamo.de).

Dr. Michael Kopsidis | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie