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BAuA sichert Qualität von Befragungen: Stärken und Schwächen von Befragungsmethoden untersucht

13.02.2012
Befragungen sind eine gute Möglichkeit, um Informationen zu gewinnen.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) führt unter anderem eine Erwerbstätigenbefragung durch. Inwieweit die Methode der Befragung einen Einfluss auf das Antwortverhalten haben kann, untersuchte ein Forschungsprojekt.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse hat die BAuA jetzt als Bericht „CAPI versus CATI: Ein Vergleich der BIBB/IAB-Erhebung 1998 mit der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2005“ veröffentlicht. Darin wird die Güte der von der BAuA erhobenen Daten bestätigt. Zudem leistet die Studie einen Beitrag, um die Qualität von Aussagen über den Wandel in der Arbeitswelt zu sichern.

Durch die Erwerbstätigenbefragung erhält die BAuA Daten von 20.000 Beschäftigten zu deren Erwerbssituation, Arbeitsbelastung und Gesundheit. Diese empirischen Erkenntnisse zeichnen nicht nur ein aktuelles Bild der deutschen Arbeitswelt, sondern bilden eine Grundlage für Forschung und Entwicklung im Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Im Rahmen des Projektes analysierten die Methodiker die Erwerbstätigenbefragungen von 2005 und 1998 hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen. Neben Antwortalternativen und Skalierungen wurde auch das Antwortverhalten bei unterschiedlichen Befragungsmethoden verglichen. Zudem wandten sie statistische Methoden an, um Verlässlichkeit und Güte der Befragungen zu beurteilen. Wichtig für den Vergleich: 2005 wurde die Erhebungsmethodik der Erwerbstätigenbefragung von bis dahin computerunterstützten persönlichen Interviews (CAPI) auf computerunterstützte telefonische Interviews (CATI) umgestellt. Gleichzeitig änderten sich einige Frageformulierungen und Antwortkategorien gegenüber den vorherigen Erhebungswellen.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich sowohl das persönliche als auch das telefonische Interview für die Erwerbstätigenbefragung eignet. Die Umstellung von einer fünfstufigen Skala auf eine vierstufige ergab keine nennenswerten Unterschiede. Der Bericht zeigt zudem, dass sich mehrere Variablen zu Indizes zusammenfassen lassen. So können beispielsweise Indizes für die Umgebungsbedingungen, körperliche Belastungen oder psychische Anforderungen gebildet werden. Als problematischer erweist sich die Ableitung von Zeitreihen aus den verschiedenen Befragungen, da sowohl Erhebungsmethoden als auch Antwortkategorien verändert wurden. Antworten soll eine methodische Untersuchung der laufenden Erwerbstätigenbefragung geben.

„CAPI versus CATI: Ein Vergleich der BIBB/IAB-Erhebung 1998 mit der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2005“; M. Holler, N. Tschersich, M. Gensicke; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2012, 20 Seiten. Der Bericht kann im PDF-Format unter der Adresse http://www.baua.de/publikationen von der BAuA-Homepage heruntergeladen werden.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.baua.de
http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F2240.html

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