Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Banken verordnen sich verstärkte Selbstkontrolle

07.07.2009
Die gesetzlichen Vorgaben sind den europäischen Banken nicht genug: Zwei Drittel der Kreditinstitute unterwerfen sich freiwilligen Verhaltensrichtlinien, die zum Teil über die Compliance-Vorschriften des Gesetzgebers hinausgehen.

Und das, obwohl die Branche bereits zu den am stärksten regulierten Wirtschaftszweigen zählt. Der Grund für diese Vorgehensweise: Durch strikte Verhaltenskodizes wollen die Institute verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen.

Die Hauptantriebsfaktoren (http://www.presseportal.de/go2/Video_Antriebsfaktoren) für die Etablierung dieser Compliance-Richtlinien sind der Ausbau der Reputation, die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen sowie der Schutz der Mitarbeiter. Das ergab die Marktstudie "Organisationssicherheit europäischer Banken", die von Steria Mummert Consulting erstellt wurde.

Die wachsenden Compliance-Aktivitäten stärken nach Ansicht der befragten Experten nicht nur den guten Ruf ihres Geldhauses, sondern sie zahlen sich auch finanziell aus. So sind 87 Prozent der europäischen Kreditinstitute überzeugt davon, dass interne Compliance-Programme einen positiven Einfluss auf den Markt- und Börsenwert des eigenen Unternehmens haben. Vier von zehn der befragten Fach- und Führungskräfte sehen hier sogar einen herausragend wichtigen Kursfaktor.

Obwohl die überwiegende Mehrheit der europäischen Kreditinstitute die Vorteile der Compliance-Aktivitäten sieht, weist die Umsetzung in einigen Häusern noch Defizite auf. So bereitet die Einführung der hauseigenen Verhaltensregeln drei von vier Instituten Schwierigkeiten [ http://www.presseportal.de/go2/Video_Umsetzungs-Schwachpunkt ].

Größte Hindernisse sind Konflikte mit den operativen ertragbringenden Geschäftsaufgaben, fehlender Rückhalt im Top-Management sowie mangelndes Umsetzungs-Know-how.

"Probleme wie diese sind jedoch nichts Ungewöhnliches", erläutert Bernd Lindner, Bankenexperte bei Steria Mummert Consulting. "Der Aufwand für den Aufbau eines effektiven Compliance-Systems darf nicht unterschätzt werden. Es ist mehr als nur die schriftliche Verankerung von Verhaltensgrundsätzen und Anweisungen. Die Unternehmen müssen mitunter weitreichende organisatorische und technische Anpassungen vornehmen. Deren Spannweite reicht dabei von umfangreichen Schulungsmaßnahmen über die Installation von Kontrollmechanismen bis hin zu einer entsprechenden IT-Unterstützung - stets mit dem Ziel, bei allen Mitarbeitern eine gelebte Compliance-Kultur zu verankern [ http://www.presseportal.de/go2/Video_Compliance-Massnahmen ]."

Multimedia-Statements von Bernd Michael Lindner, Compliance-Experte von Steria Mummert Consulting

Was sind die Antriebsfaktoren für Banken beim Etablieren von Compliance-Richtlinien?

http://www.presseportal.de/go2/Video_Antriebsfaktoren (2,7 MB)

Welche konkreten Maßnahmen führen die Institute durch, um eine Compliance-Kultur aufzubauen?

http://www.presseportal.de/go2/Video_Compliance-Massnahmen (3,9 MB)

Welche Schwachpunkte existieren bei der Umsetzung?
http://www.presseportal.de/go2/Video_Umsetzungs-Schwachpunkt (3,4 MB)
Hintergrundinformationen
Die Studie "Organisationssicherheit europäischer Banken" wurde von Steria Mummert Consulting im Mai 2009 abgeschlossen. Dabei wurden in

22 Ländern des geografischen Europa die jeweiligen Top-10-Institute auf Basis des Umsatzes ausgewählt.

Birgit Eckmüller | Steria Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.steria-mummert.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

nachricht »Zweites Leben« für Smartphones und Tablets
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Im Focus: Basler Forschern gelingt die Züchtung von Knorpel aus Stammzellen

Aus Stammzellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen lassen sich stabile Gelenkknorpel herstellen. Diese Zellen können so gesteuert werden, dass sie molekulare Prozesse der embryonalen Entwicklung des Knorpelgewebes durchlaufen, wie Forschende des Departements Biomedizin von Universität und Universitätsspital Basel im Fachmagazin PNAS berichten.

Bestimmte mesenchymale Stamm-/Stromazellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen gelten als äusserst viel versprechend für die Regeneration von Skelettgewebe....

Im Focus: Basel researchers succeed in cultivating cartilage from stem cells

Stable joint cartilage can be produced from adult stem cells originating from bone marrow. This is made possible by inducing specific molecular processes occurring during embryonic cartilage formation, as researchers from the University and University Hospital of Basel report in the scientific journal PNAS.

Certain mesenchymal stem/stromal cells from the bone marrow of adults are considered extremely promising for skeletal tissue regeneration. These adult stem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Mai zum 7. Mal an der Hochschule Stralsund

12.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Aus dem Labor auf die Schiene: Forscher des HI-ERN planen Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie

19.04.2018 | Verkehr Logistik

Neuer Wirkmechanismus von Tumortherapeutikum entdeckt

19.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics