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Bandscheibenvorfall: Lebende Implantate helfen

02.08.2011
Eigenes Gewebe gegen Volkskrankheit langfristig beste Lösung

Ein lebendes Transplantat kann die Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall deutlich lindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern der Cornell University mit Ratten. Das Problem hat eine weltweite Dimension: Allein zwischen 1,5 und vier Mio. Amerikaner warten auf einen chirurgischen Eingriff nach einem Bandscheibenvorfall, berichtet der NewScientist.

Laut dem leitenden Wissenschaftler Lawrence Bonassar ist die Linderung der Schmerzen durch ein synthetisches Implantat nur von kurzer Dauer. Lebendes Gewebe kann wachsen und sich anpassen. Daher dürfte es langfristig die bessere Lösung sein. Das Team nutzte Zellen aus der Wirbelsäule von Schafen um Nachbildungen der Bandscheiben von Ratten herzustellen und implantierte sie den Tieren.

Besserung in nur sechs Monaten

Die Implantate reagierten auf die Belastung durch Bewegung wie die originalen Bandscheiben. Entscheidend war aber, dass sie sich im Laufe der Zeit immer besser entwickelten. Neue Zellen entstanden und verbanden sich in den sechs Monaten nach dem Eingriff mit den benachbarten Rückenwirbeln.

Abhay Pandit von der National University of Ireland http://nuigalway.ie räumte in einem Kommentar ein, dass die Studie mit Ratten durchgeführt worden war. Sie zeige jedoch auf jeden Fall, was medizinisch möglich ist. Weitere Studien seien daher erforderlich, um Implantate zu schaffen, die den Belastungen der Bandscheiben beim Menschen gewachsen sind. Details der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences http://pnas.org veröffentlicht.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.cornell.edu

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