Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Baden-Württemberg, Bayern und Hessen bieten die besten Rahmenbedingungen für Innovation

30.03.2009
Bertelsmann Stiftung sieht Sachsen und Thüringen im Aufwind

Baden-Württemberg, Bayern und Hessen gefolgt von den Stadt-Staaten Bremen, Hamburg und Berlin bieten ihrer Wirtschaft die besten Voraussetzungen für Innovation. Zu diesem Ergebnis kommt die Bertelsmann Stiftung in einer aktuellen Bundesländer-Analyse.

"Die Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Unternehmertum sind entscheidend für den gesellschaftlichen Fortschritt. Die Bundesländer legen mit ihren Innovationsanstrengungen einen wichtigen Grundstein für künftiges Wachstum und Beschäftigung und damit für den Wohlstand in Deutschland", sagte Projektleiter Eric Thode bei der Vorstellung der Studie.

Unter den 16 Bundesländern liegen Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sach­sen und Thüringen bei den Rahmenbedingungen für Innovation im Mittelfeld. Die Schlussgruppe bilden Schleswig-Holstein, das Saarland, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vor­pommern. "Allerdings zeigt die Studie, dass kein Land in allen Teilbereichen des Innovationspro­zesses konstant gute oder schlechte Werte aufweist. Daher besteht grundsätzlich in jedem Bun­desland Verbesserungspotenzial", so Thode.

Bei Betrachtung der Innovationsbedingungen im Osten der Bundesrepublik zeigt sich ein gespal­tenes Bild. Während in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt noch deutli­cher Nachholbedarf besteht, hat in Sachsen und Thüringen bereits ein solcher Aufholprozess stattgefunden. "Bei den Forschungsbedingungen liegt Sachsen auf Rang fünf, bei den Bedingun­gen für Entwicklung und unternehmerische Umsetzung auf Rang zehn. Damit weist das Land in der Gesamtschau ebenso wie Thüringen günstigere Rahmenbedingungen für das Entstehen von Innovationen auf als beispielsweise Schleswig-Holstein oder das Saarland", sagte Thode.

Im Osten Deutschlands ist nach Einschätzung der Bertelsmann Stiftung vor allem eine Stärkung der privatwirtschaftlichen Basis erforderlich. Da diese in den neuen Ländern noch immer verhält­nismäßig schwach ausgeprägt sei, würden hier weniger neue Produkte entwickelt und in Markter­folg umgesetzt als im Westen der Bundesrepublik. Zwar habe die Politik keinen direkten Einfluss; könne aber durch geeignete Rahmenbedingungen entsprechende Anreize für das Entstehen inno­vativer Unternehmen setzen.

Dies gelte auch für die Bundeshauptstadt Berlin, die sich durch ein überdurchschnittlich gutes In­novationsklima auszeichne. Dabei profitiere das Land vor allem von der großen Anzahl renom­mierter Universitäten und Forschungseinrichtungen. Dagegen fehle es insbesondere noch an mit­telständischen Unternehmen sowie an Ausgaben für Forschung und Entwicklung der privaten Wirtschaft.

Zu den zentralen Erfolgsfaktoren des Innovationssystems gehören der Studie zufolge fünf Fakto­ren: Die finanzielle und personelle Ausstattung des öffentlichen Forschungssystems, die finanzielle und personelle Ausstattung der privatwirtschaftlichen Forschung und Entwicklung in den Unter­nehmen, der Bestand an großen und mittelständischen Unternehmen, das Maß an Bürokratie und die Organisation von Verwaltungsabläufen sowie eine geographisch und über die Breite des Bran­chenspektrums ausgewogene Wirtschafts- und Forschungsstruktur.

Um die Innovationserfolge und -bedingungen in den einzelnen Bundesländern messen und ver­gleichen zu können, erarbeitete eine Expertengruppe der Universität Würzburg unter der Leitung des Wirtschaftswissenschaftlers Professor Norbert Berthold ein detailliertes Analyseinstrumenta­rium. Dabei wird das Innovationssystem gegliedert nach seinen Teilbereichen Forschung, Ent­wicklung und unternehmerische Umsetzung betrachtet.

Über die Bertelsmann Stiftung:

Die Bertelsmann Stiftung setzt sich für das Gemeinwohl ein. Sie engagiert sich in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Soziales, Gesundheit sowie Internationale Verständigung und fördert das friedliche Miteinan­der der Kulturen. Durch ihr gesellschaftliches Engagement will sie alle Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich ebenfalls für das Gemeinwohl einzusetzen. Die 1977 von Reinhard Mohn gegründete, gemeinnützige Einrichtung hält die Mehrheit der Kapitalanteile der Bertelsmann AG. Die Bertelsmann Stiftung arbeitet ope­rativ und ist unabhängig vom Unternehmen sowie parteipolitisch neutral.

Rückfragen an:
Dr. Thorsten Hellmann, Telefon 0 52 41 / 81-81 236;
E-Mail: thorsten.hellmann@bertelsmann.de
Eric Thode; Telefon 0 52 41 / 81-81 581;
E-Mail: eric.thode@bertelsmann.de

Ute Friedrich | idw
Weitere Informationen:
http://www.bertelsmann-stiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Echtzeit-Feedback hilft Energie und Wasser sparen
08.02.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten