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Babys können mit drei Monaten Gefühle "hören"

04.07.2011
Gehirn kann Stimmen und Emotionen bereits sehr früh verarbeiten

Babys können bereits mit drei Monaten auf Gefühle in der menschlichen Stimme reagieren. Und das ist laut der Studie von King's College London und des University College London viel früher als bisher angenommen. Die Ergebnisse der Scans von 21 schlafenden Kindern legten nahe, dass das Gehirn auf verschiedene Arten von Geräuschen reagierte. Laut Declan Murphy und Evelyne Mercure sei es bisher nicht erforscht gewesen, wann das Gehirn die Fähigkeit entwickelte Stimmen und Emotionen zu verarbeiten. Details der Studie wurden in Current Biology veröffentlicht. http://www.cell.com/current-biology

In der Folge erhoffen sich Wissenschaftler Aufschlüsse über die verschiedene Art und Weise in der sich autistische und nichtautistische Gehirne entwickeln. Mittels funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRI) wurde aufgezeichnet, wie die Babys auf Aufnahmen von Geräuschen voller Emotionen reagierten. Dazu gehörten Lachen und Weinen aber auch Hintergrundgeräusche wie Wasser oder Spielzeug. Ein Teil des Gehirns, der so genannte temporale Kortex, wurde beim Abspielen von menschlichen Stimmen aktiviert. Die gleiche Region wird auch bei Erwachsenen aktiviert.

Das limbische System des Gehirns reagierte stark auf negative oder traurige Geräusche. Es macht jedoch bei neutralen und glücklichen Geräuschen keinen Unterschied. Murphy erklärte laut BBC, dass diese Entdeckung einen entscheidenden Fortschritt in der Erforschung der kindlichen Entwicklung bedeute. Mercure ergänzte, dass es sich um einen der seltenen Nachweise dafür handle, dass im Gehirn bereits sehr früh spezialisierte Bereiche existieren. Die Wissenschaftler untersuchen zusätzlich auch die Gehirne von Babys bei denen ein Autismusverdacht zum Beispiel durch bereits erkrankte Geschwister besteht. Sie erforschen, ab wann genau Unterschiede festgestellt werden können.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.kcl.ac.uk
http://www.ucl.ac.uk

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