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Autozulieferer müssen Standortmanagement verbessern

23.03.2009
Die meisten Autozulieferer lassen bei der Auswahl neuer Standorte eine langfristige Strategie vermissen. Das zeigt eine internationale KPMG-Studie zum Standortmanagement von Automobilzulieferern.

Zwar geben 78 Prozent der Unternehmen an, dass sie über eine langfristig angelegte Standortstrategie verfügen. Doch auf Nachfrage zeigt sich, dass sich der Auswahlprozess in den meisten Fällen auf lediglich zwei Aspekte beschränkt: die Nähe zu einem bestimmten Kunden oder die Lohnkosten im betreffenden Land. Nur bei wenigen Zulieferern ist das Standortmanagement in die allgemeine Geschäftsstrategie systematisch eingebunden.

Weitere Ergebnisse der Studie:

* Fast drei von vier Unternehmen (71 Prozent) sind der Ansicht, dass es sehr wichtig ist, den Kunden zu folgen und sich in deren Nähe anzusiedeln. Doch viele dieser Zulieferer haben bereits die Erfahrung gemacht, dass die Abhängigkeit von einzelnen Kunden das Risiko eines neuen Standorts erhöht.

* Erhoffte Kosteneinsparungen stehen an erster Stelle bei den Unternehmen, die sich durch neue Standorte einen Wettbewerbsvorteil verschaffen wollen. Sämtliche befragten Zulieferer bezeichnen die Kostenfrage als "wichtig" oder "sehr wichtig" für ihre Standortentscheidung - noch vor Qualität, Innovation und Anbindung an die Kunden.

* Die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) gibt an, von Kunden gedrängt zu werden, sich in deren unmittelbarer Nähe niederzulassen. Bei vielen beeinflusst dies auch ihre Standortentscheidung.

Uwe Achterholt, Leiter des Bereichs Automotive bei KPMG: "Bei vielen Zulieferern bestehen offensichtlich strategische Defizite, wenn es um die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten ins Ausland geht. Die meisten werden in erster Linie von Wachstums- und Kostenargumenten getrieben. Nur in den wenigsten Fällen sorgt eine ausgewogene Standortstrategie, die die Treiber Wachstum, Kosten, Innovation und Risiko berücksichtigt für Standortentscheidungen, die eine ausgewogene globale Präsenz gewährleisten und so das Unternehmen weniger anfällig macht für sich ändernde Bedingungen. Die derzeitigen finanziellen und wirtschaftlichen Turbulenzen machen das deutlich."

Thomas Blees
Stellv. Leiter Unternehmenskommunikation
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Klingelhöferstraße 18, D-10785 Berlin
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Mobil +49 174 338 32 39
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Thomas Blees | KPMG
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