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Ausbau der europäischen Stromnetze für die vermehrte Integration erneuerbarer Energien notwendig

01.09.2010
Ergebnisse regionaler Studien zur Entwicklung der Energiesysteme in Europa vorgestellt

Europas Stromnetze müssen massiv ausgebaut werden, wenn die EU-Wachstumsziele für erneuerbare Energien erfüllt werden sollen. So ist beispielsweise in Italien bis 2050 ein Ausbau der Stromnetze um bis zu 170 Prozent im Vergleich zu heute notwendig, um den Stromtransport von zukünftigen Standorten erneuerbarer Stromerzeugung im Süden in die Nachfragezentren im Norden zu gewährleisten.

Dies ist ein beispielhaftes Ergebnis der regionalen Studien des EU-Projekts SUSPLAN, die jetzt vorgestellt wurden. Das Projekt untersucht die Energiesysteme in neun europäischen Regionen und entwickelt Szenarien zur verstärkten Integration erneuerbarer Energien. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ist einer von 16 SUSPLAN-Projektpartnern aus 12 Ländern.

Während die Studienergebnisse deutlich zeigen, dass in vielen europäischen Regionen langfristig ein massiver Ausbau der Stromnetze notwendig ist, stellt sich die Situation bei den Gasnetzen anders dar: Energieeffiziente Wohnhäuser lassen den Heiz- und damit verbunden auch den Gasbedarf deutlich sinken. Das steht einer Erweiterung der Gasnetze entgegen.

So wird beispielsweise in Spanien die Gasnachfrage der Haushalte ab 2020 wesentlich geringer ausfallen als angenommen. Schon ab 2020 ist dort daher kein weiterer Ausbau der Gasinfrastruktur notwendig. Ähnlich verhält es sich in Österreich: Hier wird aufgrund des sinkenden Gasbedarfs der Haushalte nach 2030 keine Erweiterung der Gasinfrastruktur erforderlich sein.

Die Weiterentwicklung der Energiesysteme ist ein langfristiger Prozess. Daher erarbeiten die SUSPLAN-Projektpartner entsprechende Strategien für den Zeitraum 2030 bis 2050. Basierend auf einem ganzheitlichen Ansatz werden Strom- und Gas- beziehungsweise Wärmeinfrastruktur zusammenhängend betrachtet. Um bis 2050 möglichst viele erneuerbare Ressourcen integrieren zu können, ist es bereits heute notwendig, den Umbau der Energiesysteme einzuleiten. Dafür gibt SUSPLAN unter anderem durch die regionalen Fallstudien entscheidende Impulse. Darauf aufbauend werden in weiteren Studien jetzt länderübergreifende Energieinfrastrukturen untersucht. Alle Ergebnisse des SUSPLAN-Projekts werden auf einer internationalen Konferenz am 7. Dezember in Berlin vorgestellt.

Nähere Informationen zur Konferenz und zu den SUSPLAN-Ergebnissen finden sich unter www.susplan.eu.

Nadia Grimm | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.susplan.eu
http://www.dena.de

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