Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aspirin senkt Darmkrebsrisiko

22.10.2010
Forscher: Vorteile wiegen Nebenwirkungen auf

Ein Aspirin am Tag könnte helfen, Darmkrebs zu verhindern. Wissenschaftler der University of Oxford haben nachgewiesen, dass durch die Einnahme des Schmerzmittels die Krebserkrankungen um ein Viertel und die Todesfälle um ein Drittel zurückgegangen sind.

Forscher für Einnahme

Für die aktuelle Studie wurden die Daten von mehr als 14.000 Patienten ausgewertet. Aspirin wird bereits als Schutz gegen Schlaganfälle und Herzprobleme eingesetzt. Viele Menschen mittleren Alters nehmen das Medikament jedoch aus Angst vor Nebenwirkungen nicht ein. Das Team um Peter Rothwell schreibt jedoch im Fachmagazin The Lancet, dass die neuen Forschungsergebnisse eindeutig für die Einnahme sprächen.

Die Forscher begleiteten vier Gruppen von Personen über einen Zeitraum von 20 Jahren. Untersucht werden sollten die Auswirkungen der regelmäßigen Einnahme von kleinen Mengen des Medikaments. Die aus medizinischen Gründen verabreichten Aspirin-Tabletten sind häufig nur ein Viertel so stark wie die zur Behandlung von Kopfschmerzen.

Nebenwirkungen gering

Es zeigte sich, dass eine Einnahme das Risiko einer Darmkrebs-Erkrankung um 24 Prozent reduzierte. Das Risiko, an dieser Krankheit zu sterben, sank um 35 Prozent. Auch wenn die regelmäßige Einnahme zu Nebenwirkungen führen kann, überwiegen so die Wissenschaftler die Vorteile. Zusätzlich seien die Nebenwirkungen bei dieser geringen Dosierung vergleichsweise gering. Dazu gehörten kleinflächige Hautblutungen oder Nasenbluten.

Einer von 20 Menschen in Großbritannien erkrankt laut BBC im Laufe seines Lebens an Darmkrebs. Damit wird diese Erkrankung zur dritthäufigsten Krebsart. Rund 16.00 Menschen sterben jährlich an den Folgen dieser Krankheit. Die aktuellen Forschungsergebnisse bauen auf früheren Studien zu diesem Thema auf.

Die Veröffentlichung folgt auf eine Ankündigung der britischen Regierung, dass es ein neues Screening-Programm ab dem 55. Lebensjahr geben könnte. Rothwell betonte, dass diese Untersuchungen die ideale Gelegenheit wären zu entscheiden, ob Patienten Aspirin einnehmen sollten oder nicht.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.ox.ac.uk
http://www.thelancet.com

Weitere Berichte zu: Aspirin Darmkrebs Darmkrebsrisiko Medikament Nebenwirkung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie