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Angehörige gesucht von Menschen, die an Demenz erkrankt sind

30.07.2013
Psychologen der Universität Jena suchen weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Studie

Menschen, die Demenzkranke pflegen oder betreuen, sind selber stark belastet. Die Pflege eines Familienmitgliedes beispielsweise mit einer Alzheimererkrankung ist eine Daueraufgabe, die langfristig zu Erschöpfung führen und auch krank machen kann, weiß das Team um Prof. Dr. Gabriele Wilz von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Die Psychologin und ihr Team erforschen, wie pflegenden Angehörigen geholfen werden kann. Die Studie ist so erfolgreich, dass die Teilnehmerzahl erhöht werden konnte, so dass nun einige zusätzliche Plätze zur Verfügung stehen. Dafür suchen die Jenaer Psychologen ab sofort weitere Männer und Frauen jeden Alters, die an Demenz erkrankte Angehörige betreuen oder pflegen.

„Im Projekt Tele.TAnDem unterstützen wir Angehörige von Menschen mit Demenz bei der Lösung von alltäglichen Problemen, aber auch im Umgang mit schwierigen Situationen, die aus der Erkrankung resultieren, wie Problemen im Umgang mit Krankheitssymptomen“, erläutert Projektleiterin Wilz. „Ziel ist es“, so die Klinische Psychologin weiter, „die Angehörigen dabei zu unterstützen, ein ausgewogenes Verhältnis von alltäglichen Anforderungen und Entlastungs- bzw. Ruhephasen herzustellen.“

In der Studie werden zwei Gruppen miteinander verglichen: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der einen Gruppe werden von einer erfahrenen Psychologin sechs Monate lang durch regelmäßige telefonische oder persönliche Gespräche (die nur in Jena, Berlin oder München möglich sind) unterstützt. Die Teilnehmer der anderen Gruppe erhalten Informationen rund um die Erkrankung „Demenz“ sowie eine Aufwandsentschädigung von 40 Euro. Wer zu welcher Gruppe gehört, wird per Zufall entschieden.

Pflegende Angehörige, die an der Studie teilnehmen wollen, melden sich bei: Dipl.-Psych. Kathi Albrecht (Tel.: 03641 / 945175, Sprechzeit: Mo 13:00-14:00, Di 9:00-10:00) und Dipl.-Psych. Franziska Meichsner (Tel.: 03641 / 945178, Sprechzeit: Mi 10:00-11:00 und 16:30-17:30) oder schreiben eine E-Mail an: teletandem[at]uni-jena.de.

Das Forschungsprojekt Tele.TAnDem „Psychologische Unterstützung für pflegende Angehörige“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit der Universität Hildesheim, der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. und der Alzheimer Gesellschaft München e. V. bis 2015 durchgeführt.

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

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