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Alzheimer-Frühdiagnostikum wird in Jülich getestet

26.02.2009
Bis jetzt ist die Alzheimersche Krankheit nur schwer eindeutig festzustellen. Es fehlen für diese Form der Demenzerkrankung entsprechende Diagnoseverfahren.

Am Forschungszentrum Jülich wird derzeit innerhalb einer klinischen Studie ein Präparat getestet, das Alzheimer bereits in einem sehr frühen Stadium diagnostizieren könnte.

Seit einer Woche wird in Jülich das Prüfpräparat BAY 94-9172 (ZK 6013443) im Rahmen einer klinischen Studie getestet, ein Alzheimer-Diagnostikum der Firma Bayer Schering Pharma. Bei der Alzheimer-Krankheit reichern sich bestimmte Eiweiße, so genannte Amyloid-Beta-Proteine, im Gehirn der Patienten an. Das neu entwickelte Präparat bindet sich an diese Amyloid-Beta-Proteine und wird anschließend mittels Positronen-Emissionstomografie untersucht.

Jülicher Wissenschaftler um Prof. Andreas Bauer testen die neue Substanz an gesunden älteren Freiwilligen, damit die Befunde anschließend mit denen von Alzheimer-Patienten verglichen werden können. Prof. Bauer: „Wir freuen uns sehr, Prüfzentrum für diese internationale Studie zu sein, an der auch australische und amerikanische Forscher beteilig sind. Die Prüfsubstanz hat große Potenziale für die frühzeitige Diagnose der Alzheimer-Krankheit.“

Die Erforschung von Demenz- und Alterserkrankungen des Gehirns ist ein
Schwerpunkt der Jülicher Gesundheitsforschung und wird durch die enge Zusammenarbeit mit dem in Bonn entstehenden Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) weiter ausgebaut.
Pressekontakt:
Stefanie Tyroller, Tel. 02461 61-8031, E-Mail: s.tyroller@fz-juelich.de
Annette Stettien, Tel. 02461 61-2388, E-Mail: a.stettien@fz-juelich.de,
Das Forschungszentrum Jülich…
… betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Energie & Umwelt sowie Information. Kombiniert mit den beiden Schlüsselkompetenzen Physik und Supercomputing werden in Jülich sowohl langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaften und Technik erarbeitet als auch konkrete technologische Anwendungen. Mit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den größten Forschungszentren Europas.

A. Winkens | Forschungszentrum Jülich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

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