Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktuelle Studie stellt Finanzierer und Investoren vor weitere Herausforderungen

24.09.2012
CORESTATE und EBS REMI Forschungsstelle „Distressed Real Estate Debt“ prognostiziert weitere Verschärfung von Finanzierungsbedingungen und steigende Volumina von notleidenden Immobilienfinanzierungen. Eine aktuelle Studie stellt Finanzierer und Investoren vor weitere Herausforderungen.
In den kommenden zwei Jahren wird die Anzahl sowie das Transaktionsvolumen an Distressed Real Estate Assets in Deutschland deutlich steigen. Finanzexperten rechnen mit einer erhöhten Verkaufsbereitschaft von notleidenden Immobilienfinanzierungen.

Gleichzeitig zeigen die Entwicklungen der Bestimmungsgrößen wie Fremdkapitalquote, Laufzeiten und Finanzierungsvolumen, dass Banken künftig vorsichtiger vorgehen und einen erhöhten Kapitaldienst von ihren Kreditnehmern fordern. Dies ist das Fazit der „Erhebung zur aktuellen Finanzierungslage und zur Situation notleidender Immobilienfinanzierungen in Deutschland“ der gemeinsamen Forschungsstelle „Distressed Real Estate Debt“ der CORESTATE Capital AG und dem Real Estate Management Institute (REMI) der EBS Universität für Wirtschaft und Recht.

„Ableitend aus diesen Ergebnissen zeigt sich, dass mit dem steigenden Volumen an notleidenden Immobilienfinanzierungen eine erhöhte Anzahl an Immobilienportfolien auf den Markt kommen wird, deren immobilienwirtschaftliche Situation zwar grundsätzlich gesund ist, die jedoch aufgrund des eingeschränkten Zuganges zu Fremdkapital notleidend werden können. Diese Situation führt zu sinkenden Preisen und einer Ausweitung der Differenz zwischen Core- und Non-Core-Renditen“, erklärt Ralph Winter, Founder und Chairman der Corestate Capital AG.

„Unser Forschungsschwerpunkt liegt auf der Bewertung der Finanzierungslage gewerblicher Immobilien aus Sicht der Banken“, so Prof. Dr. Nico Rottke, Gründer und Leiter des Real Estate Management Institute der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Den Fragebogen erhielten knapp 50 Führungskräfte aus dem Bankensektor, darunter Vorstandsvorsitzende, Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer von insgesamt 32 privaten Geschäftsbanken, Landesbanken und Pfandbriefbanken.

Die Bilanzsumme der Banken, die an dieser Umfrage teilgenommen haben, beträgt insgesamt ca. 5465 Milliarden Euro. Dies entspricht 65 Prozent der deutschen Bankenlandschaft gemessen an ihrer Bilanzgröße.

„Dabei zeigen die Ergebnisse deutlich eine Aufspaltung der Finanzierungslandschaft: Einige Banken erweitern verstärkt ihr Neugeschäft auf dem deutschen Markt, wohingegen andere Institute dieses deutlich reduzieren.“ Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln haben vor allem die Sparkassen nach dem Einbruch in 2008 ihre Bestände für Gewerbeimmobilienunternehmen deutlich erhöht. Geschäftsbanken haben ihre Kreditbestände jedoch kontinuierlich verringert.

„Die Ergebnisse unserer Umfrage bestätigen dies zum Teil. Es wird deutlich, dass einige große Marktteilnehmer, darunter auch private Geschäftsbanken, ihr Neugeschäft verstärken. Landesbanken und Kreditgenossenschaften rechnen überwiegend mit einem steigenden Neugeschäftsvolumen über die nächsten zwei Jahre“, betont Prof. Dr. Rottke. Die Forschungsstelle wird ihre wissenschaftliche Arbeit auf Basis dieser Ergebnisse fortsetzen. Es ist geplant, die Umfrage jährlich zu wiederholen, um neue Entwicklungen und Trends in der Branche für alle Teilnehmer transparent und zugänglich zu machen.

Daniela Harnisch | idw
Weitere Informationen:
http://www.ebs-remi.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

How herpesviruses win the footrace against the immune system

26.05.2017 | Life Sciences

Water forms 'spine of hydration' around DNA, group finds

26.05.2017 | Life Sciences

First Juno science results supported by University of Leicester's Jupiter 'forecast'

26.05.2017 | Physics and Astronomy