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Akademische Ausgründungen

18.11.2010
Der Weg von der Invention zum Produkt, das sich am Markt durchsetzt, kann lang sein.

High-Tech-Ausgründungen aus öffentlichen Forschungseinrichtungen sind in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung, denn sie ermöglichen den erforderlichen Wissens- und Technologietransfer: Sie tragen Erkenntnisse, modernste Methoden und konkrete Technologien aus der Wissenschaft in die Wirtschaft und ermöglichen so die kommerzielle Verwertung von Forschungsergebnissen.

Das Fraunhofer IAO hat in der Studie »Wirtschaftliche Entwicklung von Ausgründungen aus außeruniversitären Forschungseinrichtungen« der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) unter anderem erforscht, wie sich Spin-offs entwickeln und ob sich insbesondere ein höherer Reifegrad eines Produkts bzw. einer Dienstleistung zum Ausgründungszeitpunkt positiv auf den wirtschaftlichen Erfolg von außeruniversitären Spin-offs auswirkt.

Die Studie konzentriert sich primär auf Ausgründungen der vier großen deutschen Forschungsorganisationen Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft. 82 Spin-offs nahmen an der Untersuchung teil. Die Studie veranschaulicht die wirtschaftliche Entwicklung akademischer Ausgründungen systematisch und zeigt Faktoren und Ereignisse auf, die diese Entwicklung maßgeblich beeinflussen. Dabei findet speziell die Bedeutung früher Kundeneinbindung für die Entwicklung der Ausgründungen Berücksichtigung.

Ein überraschendes Ergebnis der Studie ist, dass mehr als 40 Prozent der Unternehmen ohne Prototyp, also nur auf Basis einer Produktidee, einem Konzept oder einem Produktentwurf ausgründen. Welchen Einfluss hat der Produktreifegrad zum Ausgründungszeitpunkt auf die wirtschaftliche Entwicklung der Spin-offs, bezogen auf das Personalwachstum? Für ältere Spin-offs kann keine Aussage getroffen werden. Für jüngere Spin-offs aus dem Ausgründungszeitraum 2002 bis 2006 lässt sich in der Studie jedoch ein Trend erkennen, der die These erlaubt, dass Unternehmen mit hohem Produktreifegrad sich innerhalb der ersten fünf Jahre wirtschaftlich positiver entwickeln als die Unternehmen mit einem niedrigeren Produktreifegrad.

Begleitende Informationen zur Studie und der Download sind auf den Webseiten der acatech unter www.acatech.de zu finden.

Claudia Garád | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.acatech.de
http://www.iao.fhg.de/

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