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Wie Äpfel die Gesundheit fördern

13.10.2011
Forscher der University of Western Australia (UWA) und dem australischen Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung sind dem alten britischen Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away“ auf den Grund gegangen und haben eine aufschlussreiche Studie durchgeführt.

Im Rahmen der dreijährigen Studie hat das Forscherteam herausgefunden, dass Äpfel mit einem hohen Gehalt an Flavonoiden, einem häufig auftretenden Pflanzenstoff, zu einem gesunden Herzen beitragen können. Die Untersuchung wurde vom Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung und dem australischen Forschungsrat finanziert und schafft die Grundlage für die Entwicklung neuer Apfelsorten, die gesundheitliche Vorteile versprechen.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Oktober 2011 in der Wissenschaftszeitschrift Free Radical Biology and Medicine Journal veröffentlicht. Jonathan Hodgson, Professor an der Fakultät für Medizin und Pharmakologie der UWA, und der Forschungsbeauftragte des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung, Michael Considine, leiteten die Untersuchungen.

Professor Hodgson zufolge wollte das Forscherteam den gesundheitsfördernden Einfluss flavonoidhaltiger Äpfel untersuchen. Flavonoiden werden häufig antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. „Die akute Wirkung von Äpfeln mit einem hohen Flavonoid-Gehalt wurde an 30 gesunden Männern und Frauen einen Tag lang getestet. Die Probanden aßen zum einen Mahlzeiten mit Apfel-Flavonoiden und zum anderen Mahlzeiten, die nicht mit Flavonoiden bereichert waren. Im Abstand von mindestens einer Woche wurde gewechselt, so dass alle Teilnehmer letztlich Äpfel mit und ohne Flavonoiden zu sich genommen hatten.

Dabei haben wir herausgefunden, dass der Verzehr von Äpfeln mit einem hohen Flavonoid-Gehalt zu einer Entspannung der Blutgefäße führt und den Stickstoffmonoxid-Spiegel im Blut erhöht. Bei Stickstoffmonoxid handelt es sich um ein Molekül, das für die Entspannung der Blutgefäße verantwortlich ist. Können sich die Blutgefäße nicht mehr richtig entspannen, kann dies zu erhöhtem Blutdruck und Herzerkrankungen führen“, erklärte Professor Hodgson mit.

Assistenzprofessor Considine teilte mit, dass 25 neu entwickelte und sieben im Handel bereits erhältliche Apfelsorten nach Flavonoiden untersucht wurden. Die beliebte Apfelsorte Pink Lady wies dabei den höchsten Gehalt an Flavonoiden auf, die sich vorwiegend in der Schale konzentrierten.

„Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Äpfel die Gesundheit eines Menschen nachweislich verbessern können. Die gewonnenen Einblicke werden zur Entwicklung neuer Apfelsorten mit einem erhöhten Flavonoid-Gehalt in der Schale, im Apfelmark oder in der gesamten Frucht beitragen. Dabei handelt es sich wohl um eine langfristige Investition, denn es dauert mehrere Jahre, um eine neue Apfelsorte zu entwickeln“, sagte Professor Considine.

Weitere Informationen:

Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
Pressestelle
Friedrichstr. 95
10117 Berlin
Email: berlin@ranke-heinemann.de
Tel.: 030-20 96 29 593
Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist das gemeinnützige Studierendensekretariat aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Europa, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

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Sabine Ranke-Heinemann | idw
Weitere Informationen:
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