Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Was wird aus den Absolventen?

28.03.2012
IHK-Studie zur Abwanderung nach Abschluss der Universität

Ein Fünftel der Hochschulabsolventen im Kammerbezirk Potsdam verlässt die Region nach dem Abschluss. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Potsdam im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, für die insgesamt 1500 Absolventen der Universität Potsdam, der Fachhochschulen Potsdam und Brandenburg und der Hochschule für Film und Fernsehen befragt wurden.

Dabei ging man in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Organisation und Personalwesen der Universität Potsdam den Fragen nach: „Wann gehen Sie? Wann bleiben Sie?“ und sucht nach Möglichkeiten wissenschaftliches know-how in der Region zu halten.

Hauptsächlich zieht es die Absolventen der Hochschulen im Kammerbezirk Potsdam in Richtung Berlin und Brandenburg. Allerdings sind sich 20 Prozent der Befragten sicher, dass sie die Region nach dem Studienabschluss verlassen werden. 40 Prozent bleiben der Region erhalten, die restlichen 40 Prozent sind noch unsicher. Ihre Entscheidung hängt von den spezifischen Arbeitsmarktbedingungen ab. Die Zahlen zeigen, dass es auch fachspezifische Unterschiede gibt. Während Studierende in den Bereichen Medien und Jura eher in der Region bleiben, wandern Absolventen der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften öfter Richtung Süddeutschland ab.
Die Studie zeigt Gründe für den Abzug leistungsstarker Fachkräfte aus der Region Berlin-Brandenburg auf und liefert Vorschläge des Gegensteuerns.

So wurde deutlich, dass viele Absolventen potentielle Arbeitgeber in der Region gar nicht kennen. Die Firmen müssen also ihren Bekanntheitsgrad deutlich steigern.

Über das Gehen oder Bleiben entscheiden auch Aspekte wie Familienfreundlichkeit oder die Befristung von Arbeitsverträgen. Prof. Dr. Dieter Wagner, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Organisation und Personalwesen, der die Studie im Auftrag der IHK erstellte, unterstreicht: „Hier müssen die Unternehmen grundsätzlich nachsteuern.“ Die Absolventen sind im Gegenzug meistens bereit, gleich im Anschluss an das Studium für das Unternehmen noch einmal passgerechte Zusatzqualifikationen zu erwerben.

Ausgehend von den Ergebnissen der Studie mahnen die Wirtschaftswissenschaftler der Universität eine stärkere Kooperation zwischen Wirtschaft und Hochschulen an. Es gelte schon während des Studiums wichtige Voraussetzungen für einen gelungenen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen.

Birgit Mangelsdorf | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-potsdam.de

Weitere Berichte zu: IHK Kammerbezirk Organisation und Personal Personalwesen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise