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60 bis 70 % weniger CO2-Emissionen in Deutschland bis 2050 möglich

24.09.2009
Unter der Voraussetzung, dass in allen Anwendungsbereichen und in der Energieerzeugung ausnahmslos die energieeffizientesten Technologien zum Einsatz kommen und zudem die Anwender konsequent energiebewusst handeln, sind in Deutschland bis zu 70 % CO2-Minderung im Jahr 2050 möglich.

Das sind die Ergebnisse aus der mehrjährigen Studie „Energiezukunft 2050“ der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. (FfE).

Hintergrund:
In der Studie werden die Entwicklung von Energiebedarf und CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 anhand dreier Szenarien dargestellt. Dabei wurde eine Methodik zur Betrachtung aller Wirtschaftssektoren und Energieanwendungsbereiche in Deutschland auf Nutzerebene entwickelt.

Im Referenzszenario wird der zukünftige Energiebedarf anhand vergangener Entwicklungen extrapoliert. In Szenario 2 „Erhöhte Technikeffizienz“ ist zugrunde gelegt, dass bei jeder Neuanschaffung nur Technologien mit maximaler Energieeffizienz zum Einsatz kommen. Im Szenario 3 „Umweltbewusstes Handeln“ wird darüber hinaus vorausgesetzt, dass ein Umdenken in der Bevölkerung stattfindet und geringfügige Komforteinbußen akzeptiert werden.

Während der gesamte Endenergieverbrauch im Referenzszenario praktisch konstant bleibt, ist in Szenario 2 eine Verringerung um 24 % und in Szenario 3 von 37 % gegenüber 2005 zu beobachten. Dabei steigt der Stromverbrauch im Referenzszenario um 20 %, bei Einsatz von etwa 4,5 Mio. Elektrostraßenfahrzeugen (ESF). In Szenario 2 fahren bereits 9 Mio. ESF, der gesamte Stromverbrauch kann aber nahezu konstant gehalten werden. In Szenario 3 geht der Stromverbrauch trotz 14 Mio. ESF durch Effizienzgewinne und Verbrauchsreduzierung bei anderen Anwendungen sogar leicht zurück.

Unterschiede zeigen sich auch bei den CO2-Emissionen. Im Referenzszenario liegen diese im Jahr 2050 rund 40 % unter dem Niveau von 1990, einem Ziel, das sich die Bundesregierung bereits für das Jahr 2020 gesetzt hat. Auch wenn sich das ehrgeizige politische Ziel einer CO2-Reduktion um 80 % bis 2050 in keinem der Szenarien erreichen lässt, zeigt die Studie machbare Wege auf, wie durch „Erhöhte Technikeffizienz“ immerhin Minderungen um 60 % bzw. um 70 % im Szenario „Umweltbewusstes Handeln“ erzielt werden können.

Der Abschlussbericht zum Projekt „Energiezukunft 2050“ steht neben der Lang- auch als Kurzfassung ab sofort unter www.ffe.de zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.
Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) ist ein vor 60 Jahren gegründeter gemeinnütziger Verein in München zur Förderung der rationelleren Energienutzung und des Umweltschutzes. Ca. 20 Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen befassen sich mit der energieträgerneutralen Optimierung von Anlagen und Systemen, von Wohngebäuden über Elektromobilität bis hin zu industriellem Energiemanagement, kommunalen Energienutzungsplänen und der Stromerzeugung der Zukunft. Ausführliche Informationen unter www.ffe.de.

Pressekontakt:

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch
FfE-Geschäftsführer
Am Blütenanger 71
80995 München
Tel. 089-158121-0
wmauch@ffe.de

Jochen Habermann | Forschungsstelle für Energiewirt
Weitere Informationen:
http://www.ffe.de

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