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Über 50-Jährige: Ein Aspirin täglich empfohlen

25.08.2008
Medikament soll Risiko eines Herzanfalles senken

Männer und Frauen über einem bestimmten Alter sollten jeden Tag ein Aspirin nehmen, um einen Herzanfall zu verhindern. Wissenschaftler der University of Nottingham und der University of Sheffield haben bei der Analyse der Daten von fast 12.000 Patienten herausgefunden, dass Männer über 48 Jahren und Frauen über 57 am meisten von der Einnahme profitieren würden.

Das Aspirin soll verhindern, dass sich Blutgerinnsel bilden, die ihrerseits zu einem Herzanfall führen können. Mike Knapton von der British Heart Foundation betonte, dass weitere Studien erforderlich seien, bevor einer umfassenden Verschreibung von Aspirin vorbehaltlos zugestimmt werden könne. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Heart http://heart.bmj.com veröffentlicht.

Derzeit wird Aspirin in Großbritannien in dieser Form nur verordnet, wenn ein Patient bereits einen Herzanfall oder einen Schlaganfall erlitten hat. Oder wenn Faktoren wie ein hoher Blutdruck es wahrscheinlich macht, dass ein hohes Risiko innerhalb der nächsten Jahre besteht. Das Team um Iskandar Idris betonte, dass in Wirklichkeit viele dieser Menschen nicht behandelt werden würden.

Es gibt laut BBC daher Spekulationen, dass es einfacher wäre allen Menschen über 50 Aspirin einfach zu verschreiben. Die Analyse der Daten von Patienten zwischen 30 und 75 Jahren ergab, dass das Risiko einer koronaren Herzerkrankung bei Männern im Alter von 47 und bei Frauen im Alter von 58 Jahren rund zehn Prozent beträgt. Ein Risiko, das laut den Wissenschaftlern groß genug ist, um ein entsprechendes Vorgehen zu rechtfertigen. Bestehe keine Gefahr von schwerwiegenden Nebenwirkungen, seien die Vorteile größer als die möglichen Nachteile.

Für Diabetiker und Menschen mit einem hohen Blutungsrisiko gelte diese Empfehlung nicht. Diabetiker würden zwar an sich aufgrund ihres hohen Erkrankungsrisikos wahrscheinlich profitieren, der Wissensstand sei jedoch noch nicht ausreichend. Bei Menschen über 75 Jahren sei eine individuelle Entscheidung zu treffen. In dieser Altersgruppe sei das Blutungsrisiko an sich erhöht.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nottingham.ac.uk
http://www.sheffield.ac.uk
http://www.bhf.org.uk

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