Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3D in deutschen Kinos

02.06.2009
HFF-Studie zu Nutzung und Akzeptanz von 3D im deutschen Kino legt erste Ergebnisse vor.

Dreidimensionales Kino ist dem Großteil der Bevölkerung bekannt. Beinahe die Hälfte aller befragten Männer und Frauen hat bereits einen 3D-Film gesehen. Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen stößt dreidimensionales Kino auf großes Interesse.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine bundesweite Befragung von mehr als 1000 Personen im Alter von 14 bis 64 Jahren, die im Auftrag der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" durchgeführt wurde.

Vor allem Dokumentationen und Reportagen können sich die Befragten gut in dreidimensionaler Aufbereitung vorstellen, aber auch Spielfilme und Serien eignen sich ihrer Meinung nach für den 3D-Effekt. Bei den fiktionalen Formaten bieten sich aus Sicht des Publikums vor allem Science-Fiction-Filme und Animationsstreifen für eine Aufbereitung in 3D an. Dabei zeigt sich, dass übliche Vorlieben im Filmbereich durch den 3D-Effekt nicht verändert werden. Traditionelle Formate und Genres können für die Zuschauer aber durchaus interessanter und erlebnisreicher werden, indem sie ihnen das Gefühl vermitteln, näher am Geschehen zu sein.

Die große Mehrheit der Befragten meint dementsprechend, der 3D-Effekt würde einen Mehrwert bieten. Dabei bekunden insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene Interesse an den neuen Darstellungsmöglichkeiten. Sie fühlen sich auch durch eine 3D-Brille weniger beeinträchtigt als ältere Zuschauer. Zudem gehen die Jüngeren deutlich seltener davon aus, dass 3D-Effekte bei ihnen zu physischen Irritationen führen könnten. Und sie sind eher bereit, einen höheren Preis für das 3D-Erlebnis zu bezahlen.

Die Befragung fand im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Nutzung und Akzeptanz immersiver Medien statt, das unter Leitung von Prof. Dr. Claudia Wegener im Studiengang Medienwissenschaft der HFF durchgeführt wird. Das Projekt ist Bestandteil des PRIME-Projektverbundes, in dem sich acht führende Unternehmen und Forschungsinstitute zu einem Konsortium zusammengeschlossen haben, um für die Einführung des dreidimensionalen Medienkonsums in Kino, TV und Spielen zukunftsweisende Technik und tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. PRIME steht für PRoduktions- und Projektionstechniken für Immersive MEdien. Es wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Der HFF-Studiengang Medienwissenschaft begleitet diesen Prozess aus medienwissenschaftlicher Sicht und führt weitere Studien zum Thema durch.

Kontakt:
Prof. Dr. Claudia Wegener
0331/6202-215 (-211)
c.wegener@hff-potsdam.de
Dipl. Medienwissenschaftler Jesko Jockenhövel
0331/6202-290
j.jockenhoevel@hff-potsdam.de

Angela Brendel-Herrmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.hff-potsdam.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie