Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

2.000-jähriger Athlet liefert Hinweise für korrosionsfreie Metalle

13.08.2009
Untersuchung und Reinigung altgriechischer Statue vom Meeresboden

Fast 2.000 Jahre hat eine rund 1,9 Meter hohe Statue eines griechischen Athleten vor der kroatischen Küste am Meeresboden gelegen, ehe sie geborgen wurde.

Nun haben Wissenschaftler des Rudjer Boskovic Institut in Zagreb entdeckt, dass sie Hinweise zur Erfindung neuer Antifäulnisfarben liefern könnte. In mühevoller Kleinarbeit ist es den Forschern in Zagreb gelungen, den Bewuchs, der zwischen drei und fünf Zentimeter dick war, von der Statue zu entfernen. Dabei eröffnete sich den Forschern eine durch Korrosion farblich veränderte Statue, berichtet National Geographic Online.

Bedeckt war die Statue von biomineralischen Organismen wie Röhrenwürmern, Muscheln und Seepocken. Darunter erschien das korrodierte Metall in seltsamen Farben. "Die Farben sind durch die Bildung von grünen Kupferoxiden entstanden. Die rote Farbe der Lippen stammt von den Zinn-Einlagerungen der Bronze", berichtet Davorin Medakovic vom Rudjer Boskovic Institut. Was die kroatischen Forscher allerdings sehr interessierte, war die Frage inwieweit marine Lebewesen Metalle absorbieren, um ihre eigene Schale aufzubauen. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass sogar Lebewesen, die nicht direkt in Kontakt mit der Statue waren, einige der Metalle in sich trugen.

Die Studie hat zudem gezeigt, wie groß die Belastungen und Störungen durch die Aufnahme von Metallen für den Stoffwechsel der Tiere waren. "Sie führten dazu, dass einige der Lebewesen untypische Mineralien erzeugten", so Medakovic. Durch die ständige Aufnahme von Kupfer und Zinn, haben die Organismen auf der Statue die Metalle verdaut und Gehäuse gebildet, die unübliche Mengen von Magnesiumkalzit und Aragonit aber auch Spuren von Feldspat und Quarz enthielten.

Da die Forscher nun wissen, welche Metalle die Verdauung der Lebewesen stören, könnte man solche herstellen, die resistenter gegen Fäulnis sind. Damit könnte man zum Beispiel verhindern, dass Organismen ganze Schiffsrümpfe "wegfressen".

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cim.irb.hr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften