Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit 14 geht man das höchste Risiko ein

25.03.2010
Vorliebe für Nervenkitzel macht wagemutig

In keinem Lebensalter entscheidet sich ein Menschen bewusst so waghalsig wie in der Jugend. Das behaupten Neurowissenschaftler vom University College London http://ucl.ac.uk in der Zeitschrift "Cognitive Development". Ihre Experimente sind ein Hinweis dafür, warum Jugendliche viel eher dazu neigen, ihre Gesundheit durch riskantes Verhalten wie etwa Rauchen, Alkoholmissbrauch, ungeschützten Geschlechtsverkehr, ungesunde Essgewohnheiten oder physische Inaktivität zu gefährden.

Die Forscher baten 86 männliche Versuchspersonen zwischen neun und 35 Jahren, am Computer ein Glücksspiel zu spielen. Sie mussten sich dabei stets zwischen sicheren oder riskanten Optionen entscheiden, um zu Punkten zu gelangen. Nach jeder Runde erhoben man, wie zufrieden oder unzufrieden die Spieler mit ihrem Ergebnis waren und warum. Dabei zeigte sich, dass es besonders Jugendlichen zu Beginn der Pubertät Vergnügen bereitet, in einer Situation mit viel Glück davonzukommen. Das höchste Risiko gingen die 14-Jährigen ein.

No risk, no fun

"Jugendliche nehmen das meiste Risiko auf sich, doch nicht etwa weil sie die Folgen ihres Tuns nicht einschätzen könnten. Das gelingt ihnen weitaus besser als Kindern. Jugendliche entscheiden sich hingegen bewusst für das Risiko", erklärt Studienleiterin Stephanie Burnett. Besonders der Nervenkitzel, den eine gefährliche Situation mit sich bringt, hätte es ihnen angetan - erst recht, wenn sie letztlich dabei Glück haben.

Ihre Forschung sei die bisher erste Laborstudie, der ein Nachweis für das hohe Risiko bei Jugendlichen gelang. "Wir sind einen Schritt weiter gekommen in der Suche, warum die Jugend so häufig zu extremem Risikoverhalten neigt", so die Forscherin. Ein Stück erklärbar sei somit das sogenannte "Gesundheitsparadox" der Jugend. Denn just zu dem Zeitpunkt im Leben, an dem der Mensch seine maximale körperliche Gesundheit genießt, kann man zugleich hohe Sterblichkeit und Morbidität beobachten.

| pressetext
Weitere Informationen:
http://www.ucl.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen