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Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche 2008: 113 Hektar/Tag

11.11.2008
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland hat in den Jahren 2004 bis 2007 insgesamt um 1 648 km² zugenommen.
Das entspricht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rechnerisch einem täglichen Anstieg von 113 Hektar oder etwa 161 Fußballfeldern. Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist es, die tägliche Inanspruchnahme neuer Siedlungs- und Verkehrsflächen bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar/Tag zu reduzieren.

Betrachtet man die Ergebnisse der jährlichen Erhebungen der Siedlungs- und Verkehrsfläche in den vergangenen Jahren, so fällt die Höhe des Anstiegs der Flächeninanspruchnahme unterschiedlich aus. Da auf ein einzelnes Jahr bezogene Aussagen häufig durch externe Effekte – in erster Linie Umstellungen im amtlichen Liegenschaftskataster – beeinflusst sind, spiegeln vierjährige Durchschnittszahlen die langfristige Entwicklung besser wider. So hat sich der tägliche Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche, der im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2003 noch 115 Hektar betrug, inzwischen etwas abgeschwächt.

Die Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke hat im Jahr 2007 um 351 km² oder 0,8% gegenüber 2006 zugenommen. Der Zuwachs der Siedlungsfläche beträgt dabei 264 km² oder 0,9%, die Zunahme der Verkehrsfläche 88 km² oder 0,5%. Gegenüber 1992, dem ersten Jahr, in dem für Deutschland in seinen heutigen Grenzen Zahlen vorliegen, hat die Siedlungs- und Verkehrsfläche um 6 484 km² (+ 16,1%) zugenommen. Davon entfallen 5 210 km² auf die Siedlungsfläche (+ 21,9%) und 1 274 km² auf die Verkehrsfläche (+ 7,7%).

Die gegenwärtige Struktur der Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke zeigt folgendes Bild: 13,1% der Bodenfläche Deutschlands (357 104 km²) werden für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Anspruch genommen. Davon entfallen 8,1% auf die Siedlungsfläche und 5,0% auf die Verkehrsfläche.

Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche liegt in den Stadtstaaten Berlin (69,8%), Hamburg (59,5%) und Bremen (57,0%) am höchsten. In den anderen Bundesländern reicht die Spanne des Siedlungs- und Verkehrsflächenanteils von 7,6% in Mecklenburg-Vorpommern bis 22,1% in Nordrhein-Westfalen.

„Siedlungs- und Verkehrsfläche“ und „versiegelte Fläche“ dürfen nicht gleichgesetzt werden. Die Siedlungs- und Verkehrsflächen umfassen auch einen erheblichen Anteil unbebauter und nicht versiegelter Flächen.

Detaillierte Ergebnisse zur Flächennutzung gibt es unter Pfad: Weitere Themen --> Umwelt --> Umweltökonomische Gesamtrechnungen --> Publikationen --> Flächennutzung.

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Deggau,
Telefon: (0611) 75-2730,
E-Mail: flaechenstatistik@destatis.de

Michael Deggau | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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