Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens     3M    n-tv
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Zahl der Verur­teil­ten im Jahr 2011 leicht rück­läufig

13.11.2012
Im Jahr 2011 wurden in Deutschland rund 807 800 Personen rechtskräftig verurteilt, knapp 1 % weniger als im Vorjahr (813 300).

Anzeige

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ging die Verurteiltenzahl gegenüber 2007 (897 600), als die Strafverfolgungsstatistik erstmals flächendeckend in Deutschland durchgeführt wurde, um 10 % zurück.


Ein rückläufiger Trend ist in den meisten Deliktgruppen zu verzeichnen. Den stärksten Einfluss auf die Gesamtentwicklung haben dabei die Straßenverkehrsdelikte. Im Jahr 2011 wurden knapp 172 200 Personen (– 1,4 %) wegen Straftaten im Straßenverkehr belangt. Das entsprach 21 % aller Verurteilten.

Die Struktur der verhängten Sanktionen ist gegenüber den Vorjahren weitgehend unver­ändert: Die häufigste strafrechtliche Sanktion war und ist die Geldstrafe nach all­gemeinem Strafrecht. 2011 wurden 579 300 Verurteilte mit einer Geldstrafe belegt; das waren 72 % aller Verurteilten.

Rund 142 500 Personen (18 %) wurden zu einer Freiheits- oder Jugendstrafe verurteilt. Bei 98 600 Personen wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Damit kann bei sieben von zehn der zu Freiheits- oder Jugendstrafe verurteilten Personen der Gefängnisaufenthalt durch eine erfolgreiche Bewährungszeit vermieden werden. Rund 44 000 Verurteilte erhielten eine Freiheits- oder Jugendstrafe ohne Bewährung.

Mit so genannten Zuchtmitteln und Erziehungsmaßregeln nach Jugendstrafrecht wie beispielsweise Jugendarrest, Arbeitsauflagen oder Weisungen wurden die Straftaten von weiteren 86 000 Personen (11 % aller Verurteilten) sanktioniert.

Insgesamt verurteilten deutsche Gerichte 705 600 Personen nach allgemeinem Strafrecht (87 %) und 102 200 Personen nach Jugendstrafrecht (13 %). Das stärker am Erziehungsgedanken ausgerichtete Jugendstrafrecht kann auch für Heranwachsende bis zum Alter von 20 Jahren angewendet werden, wenn das Gericht eine verzögerte Reife feststellt. 2011 kam es bei zwei von drei verurteilten Heranwachsenden (67 %) zur Anwendung.

Die registrierte Kriminalität ist ein vorwiegend männliches Phänomen. 2011 waren 81 % der Verurteilten Männer (653 300).

Junge Menschen wurden im Jahr 2011, bezogen auf ihren Anteil in der Bevölkerung, weitaus häufiger verurteilt als Ältere: Jugendliche (14 bis 17 Jahre) fast doppelt so oft und Heranwachsende (18 bis 20 Jahre) knapp dreimal so häufig wie Erwachsene ab 21 Jahren. Dabei waren auch für die Jugendlichen und Heranwachsenden in den letzten Jahren die Verurteiltenzahlen rückläufig. 2011 wurden insgesamt 18 % weniger Jugendliche und Heranwachsende verurteilt als noch 2007.

Generell gilt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung im Alter von Anfang bis Mitte 20 am höchsten ist. Danach geht sie kontinuierlich zurück – Kriminalität bleibt in der Regel eine Übergangserscheinung in der Lebensgeschichte.

Weitere Daten und Hintergrundinformationen finden Sie hier sowie in der Tabelle Verurteilte nach Art der Straftat (24311-0001) in der GENESIS-Online Datenbank.


Weitere Auskünfte gibt:
Thomas Baumann,
Telefon: +49 611 75 4146

Thomas Baumann | Quelle: Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen: www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Gast­gewerbe­umsatz im April 2013 real um 0,4 % gesun­ken
18.06.2013 | Statistisches Bundesamt

nachricht 90 % der Privathaushalte haben mindestens ein Handy
18.06.2013 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektromobilität: Neues Werkstoffkonzept für das Batteriegehäuse spart Gewicht und gibt Sicherheit


Die europäischen Länder haben sich verpflichtet, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Im Bereich der Individualtransportsysteme bieten rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge – gefahren mit regenerativ erzeugtem Strom – eine Chance dafür.

Eine der großen Herausforderungen hin zur Elektromobilität ist die Batterie. Noch ist die Reichweite gering und das Gewicht hoch. Aufgrund der niedrigen Energiedichte werden die Batteriepakete auch in den nächsten Jahren noch groß und schwer sein, selbst wenn bei den Li-Ionen-Zellen die erhofften weiteren Fortschritte erzielt werden. Neue Werkstoffkonzepte zur ...

Im Focus: Digital Engineering macht Arbeit an Erdgas-Freiförderanlagen sicherer


Derzeit laufen am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF die 16. IFF-Wissenschaftstage. Mit der 10. Fachtagung »Digital Engineering zum Planen, Testen und Betreiben technischer Systeme« liegt einer der Schwerpunkte auf den neuesten Digital-Engineering-Technologien.

Digital Engineering bietet alle Möglichkeiten, um heute schneller von der Idee zum fertigen Produkt zu gelangen. »Vor allem in der Planungs- und in der Entwurfsphase ist das Digital Engineering fest etabliert«, erklärt Professor Michael Schenk, Institutsleiter des Fraunhofer IFF.

»Doch darüber hinaus ist die technologiebasierte Qualifizierung als ein zentraler Baustein ...

Im Focus: Pestizide reduzieren die Artenvielfalt in Gewässern deutlich


Einige Pestizide, die derzeit in Europa und Australien im Einsatz sind, können die regionale Artenvielfalt von wirbellosen Tieren in Fließgewässern um bis zu 42 Prozent reduzieren. Das berichten Forscher in den “Proceedings” der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS).

Mikhail A. Beketov und Matthias Liess vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig analysierten gemeinsam mit Ben Kefford von der Technischen Universität Sydney und Ralf B. Schäfer vom Institut für Umweltwissenschaften Landau die Auswirkungen von Pestiziden wie Insektiziden und Fungiziden auf den regionalen Artenreichtum von Wirbellosen in Fließgewässern und verwendeten ...

Im Focus: JUQUEEN erneut schnellster Rechner Europas


Forschungszentrum Jülich und IBM nehmen Auszeichnung auf ISC-Konferenz entgegen

Der Jülicher Superrechner JUQUEEN ist erneut der leistungsstärkste Supercomputer Europas. Auf der heute erschienenen TOP500 – eine Liste der schnellsten Supercomputer der Welt – belegt das Blue Gene/Q-System von IBM den siebten Platz.

Das Forschungszentrum Jülich als Betreiber und IBM als Hersteller nahmen die Auszeichnung auf der International Supercomputing Conference ...

Im Focus: Physiker nutzen winzige Diamanten als Lichtquelle


Moderne Kommunikationstechnologie basiert darauf, dass Lichtimpulse durch Glasfaserkabel übertragen werden.

An die Stelle von Lichtimpulsen, die aus „Bündeln“ von Lichtteilchen bestehen, sollen in Zukunft einzelne Lichtteilchen als Informationsträger treten – was unter anderem eine vollständig abhörsichere Datenübertragung in der Quantenkommunikation ermöglicht.

Derzeit arbeiten Forscher an alltagstauglichen Lichtquellen, die einzelne Photonen emittieren. Physiker um Professor Christoph Becher von der Saar-Uni nutzen ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

74 ExpertInnen über den Klimawandel in Mitteleuropa

18.06.2013 | Geowissenschaften

Erste Ergebnisse der PV Durability Initiative

18.06.2013 | Energie und Elektrotechnik

Eine neue Generation von Wrap-Folien: 3M Envision Print Wrap Folie 480Cv3

18.06.2013 | Materialwissenschaften

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

4. Berliner Gespräche zu Internet und Gesellschaft

18.06.2013 | Veranstaltungsnachrichten

Die KIT-Gründerschmiede wird angefeuert

18.06.2013 | Veranstaltungsnachrichten

Cholesterin - Zuviel macht schon Kinder krank!

18.06.2013 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp