Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe rückläufig

17.01.2014
285 000 Betriebe bewirtschafteten 2013 in Deutschland eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von knapp 16,7 Millionen Hektar.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der in Berlin stattfindenden „Internationalen Grünen Woche“ mitteilt, ist damit die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe gegenüber der Landwirtschaftszählung im Jahr 2010 um etwa 5 % zurückgegangen.

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche blieb hingegen annähernd gleich. Daher stieg die durchschnittliche Betriebsgröße von 56 Hektar auf 59 Hektar je Betrieb.

Dies zeigen die ersten vorläufigen Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2013. Im Rahmen der Agrarstrukturerhebung wurden rund 80 000 landwirtschaftliche Betriebe unter anderem zu ihren Produktionsgrundlagen (landwirtschaftlich genutzte Fläche und Viehbestände) und zur Beschäftigtenstruktur befragt.

In der Landwirtschaft dominieren nach wie vor die Familienbetriebe. Diese hatten 2013 einen Anteil von 90 % an allen erfassten Betrieben und bewirtschafteten 65 % der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche. Von den 256 000 Familienbetrieben wurde mit 52 % über die Hälfte im Nebenerwerb geführt.

Verglichen mit den Ergebnissen aus der Landwirtschaftszählung 2010 ist auch die Zahl der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte gesunken und zwar um 6 % auf insgesamt rund 1 Million. Davon waren mit 506 000 Personen knapp die Hälfte Familienarbeitskräfte. Weiterhin arbeiteten 201 000 ständig Beschäftigte und 314 000 Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft.

In knapp 200 000 Betrieben wurden zum Stichtag 1. März 2013 Tiere gehalten. In den Ställen oder auf den Weiden dieser Betriebe standen rund 12,4 Millionen Rinder, 28,7 Millionen Schweine, 1,9 Millionen Schafe sowie 130 000 Ziegen und 177,3 Millionen Stück Geflügel.

Trotz sinkender Betriebszahlen in der Landwirtschaft insgesamt nahm die Anzahl der Betriebe mit ökologischem Landbau im Jahr 2013 um 9 % auf 18 000 Betriebe zu. Die Ökobetriebe machten damit einen Anteil von 6 % an allen landwirtschaftlichen Betrieben aus. Auch die ökologisch bewirtschaftete Fläche stieg im Vergleich zu 2010, und zwar um 7 % auf rund 1 Million Hektar.

Endgültige Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2013 sind voraussichtlich ab April 2014 verfügbar. Eine vorläufige Fassung des Qualitätsberichts für die Agrarstrukturerhebung steht bereits jetzt im Internet zur Verfügung.

Weitere Auskünfte gibt:
Barbara Joisten,
Telefon: +49 611 75 8817

Barbara Joisten | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften